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Kaarst
Promovierte Biochemikerin schafft abstrakte Kunst

Kaarst: Promovierte Biochemikerin schafft abstrakte Kunst
Elke Hubmann-Kniely stammt aus Feldkirch in Österreich. FOTO: ati
Kaarst. Sie ist promovierte Biochemikerin, erstellt aber seit 15 Jahren Farbkonzepte für Menschen und Räume. Als Künstlerin begann die Österreicherin Elke Hubmann-Kniely mit dem intuitiven Malen, bei dem der Weg das Ziel war. Davon hat sich die 53-Jährige mittlerweile gelöst, wie noch bis zum 5. September im "ARTraum Thielemann" an der Sperberstraße 25 zu sehen ist.

Wie kommt eine Künstlerin aus dem 700 Kilometer entfernten Feldkirch dazu, ausgerechnet in Kaarst auszustellen? Nun, ein in Kaarst lebender Bekannter hatte ihr die Galerie von Wilfried Thielemann ans Herz gelegt. Elke Hubmann-Kniely hat sich bei zahlreichen Künstlern ausbilden lassen. Die 53-Jährige stellt erst seit drei Jahren ihre Bilder. Sie malt im Wesentlichen gegenstandslos, aber hier und da erkennt man Umrisse von Gesichtern und auf dem Bild "Bottles" sind Flaschen unübersehbar: ein sehr ungewöhnliches Stillleben.

Dass Schwarz und Grün die Lieblingsfarben der Künstlerin sind, verraten die Exponate nicht. Sie trägt die Acrylfarbe mit Pinsel oder Spachtel auf, je nachdem, was das Bild verlangt. Ihre Bilder sind sehr unterschiedlich: Mal dominieren knallige Farben wie Orange oder Rot, dann geben eher erdige Farben den Ton an. Dass Elke Hubmann-Kniely gerne experimentiert, wird immer wieder deutlich. Neben der Acrylfarbe greift sie gelegentlich zu Schellack, Asche, Sand und Bitumen, sie bringt Japan-Papier auf die Leinwand auf und integriert manchmal auch Fotos in ihre Malerei. Ihre abstrakten Bilder - die Künstlerin möchte die Fantasie des Betrachters ein wenig anschubsen - signiert sie ganz bewusst am Bildrand: So kann der Besitzer später entscheiden, wie er die Werke hängt. Barbara Zimmermann machte in ihrer Einführungsrede auf die "in- und übereinandergeschichteten Strukturen" und die "poetisch anmutende Bildsprache" aufmerksam. Und: "Linien und Geflechte lassen uns Wege suchen - und manchmal auch finden."

Die Ausstellung ist bis zum 5. September immer mittwochs und samstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Telefon 02131 605257 oder 02131 601470, Internet: www.artraum-thielemann.de.

(barni)
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