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Kaarst
Roboter fotografieren Schäden im Abwassernetz

Kaarst. Wer an Wasser denkt, verbindet damit am ehesten ein Glas erfrischendes Wasser, eine schöne kalte Dusche im Sommer, einen Sprung in den Kaarster See. Für manchen Kaarster aber hat auch der Job mit Wasser zu tun - und das nicht nur am heutigen Weltwassertag, der unter dem Motto "Wasser und Arbeitsplätze" steht. So sorgen etwa Florian Gyszas und Günter Hüsges dafür, dass der Kaarster Kanalbetrieb reibungslos funktioniert.

Rund 195 Kilometer lang ist das das städtische Abwassernetz. Hier wird das Abwasser, Schmutz- und Regenwasser, gesammelt und dann zur Klärung fortgeleitet: zum Gruppenklärwerk am Nordkanal, das der Erftverband betreibt. Von dort wird das Wasser anschließend wieder in den Vorfluter, den Nordkanal, eingeleitet. Da eine Kläranlage nur gewisse Mengen aufnehmen kann, muss das Abwasser im Netz zurückgehalten und dann dosiert an die Kläranlage abgegeben werden. Sind jedoch alle Rückhaltevorrichtungen vollständig gefüllt, erfolgt ein kontrollierter Abschlag über Regenüberlaufbecken in den Vorfluter. Dadurch ist gewährleistet, dass die Belastung des Nordkanals durch das stark verdünnte Abwasser möglichst gering gehalten wird.

Florian Gyszas ist im Außendienst unterwegs und kontrolliert regelmäßig alle Anlagen. Bei besonderen Wetterlagen ist er häufiger vor Ort, ansonsten überprüft er alle wichtigen Anlagen monatlich. Er checkt die Funktion von Pumpen, kontrolliert, ob Schieber sich öffnen und schließen lassen und kann neben Pflege- und Reinigungsarbeiten auch kleinere Wartungsarbeiten selber erledigen. Bei größeren anstehenden Reparaturarbeiten entscheidet er gemeinsam mit seinem Kollegen Günter Hüsges über das weitere Vorgehen. Der überwacht und steuert das System mit Hilfe eines Funksystems vom Büro aus. Hier erhält er Meldungen über Störungen und Ausfälle und zieht im Notfall externe Firmen zur Behebung der Fehler hinzu. Zur Sichtung von Schäden im System bedient sich auch die Stadt Kaarst der Robotertechnik. Die Kameraaufnahmen wertet Hüsges aus, um dann notwendige Reparaturen oder Sanierungskonzepte einzuleiten.

Quelle: NGZ
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