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Kaarst
Schwimmhalle bleibt länger Baustelle

Kaarst. Vor der Sitzung des Bauausschusses informierten sich die Mitglieder vor Ort über den Stand der Sanierungsarbeiten in der Kleinschwimmhalle an der Alte Heerstraße. Die nächste Investition kündigt sich bereits an: ein neuer Filter muss her. Von Rudolf Barnholt

Die Mitglieder des Bauausschusses trafen sich jetzt im Lehrschwimmbecken an der Alten Heerstraße. So erfrischend ein Bad angesichts des schwül-warmen Wetters auch gewesen wäre: Möglich ist es derzeit noch nicht. Das acht mal 16,75 Meter große Becken, das leer deutlich größer und enorm tief wirkt, wird voraussichtlich erst nach den Herbstferien wieder genutzt werden können und nicht, wie ursprünglich angedacht, bereits im Laufe dieses Monats - derzeit präsentiert sich die Kleinschwimmhalle noch als Baustelle.

Die Stadt investiert knapp 300.000 Euro in das Bad, das ausschließlich dem Schul- und Vereinssport dient und nicht allgemein zugänglich ist. Bauleiter Michael Schumacher von der Gebäudewirtschaft der Stadt Kaarst machte bei einem Rundgang im Keller auf ein Problem aufmerksam: Der mit Sand gefüllte Filter, ein monumentaler Bottich und etwa so groß wie ein 5000 Liter fassender Heizöltank, muss in absehbarer Zeit wahrscheinlich auch ausgetauscht werden. Nach rund 50 Jahren hat er begonnen, von innen stark zu rosten. "Wir haben vor, eine Schichtdickenmessung mit Ultraschall durchführen zu lassen, um uns ein Bild davon machen zu können, wie stark der Rostbefall derzeit ist", erklärte Schumacher. Eigentlich hätte er nur aufgearbeitet werden und gesandstrahlt werden sollen. "Leider haben wir kein einziges Angebot bekommen. Die Öffnung ist so klein, dass ein Arbeiter im Notfall nicht geborgen werden könnte", sagte der Bauleiter. Ein neuer Filter würde mit rund 80.000 Euro zu Buche schlagen - eine Investition, die in Kürze wohl fällig wird. Der Koloss würde dann in Einzelteilen angeliefert und im Keller montiert werden.

Unweit des alten Filters steht ein unscheinbarer grauer Kunststoffbehälter. Er nimmt das Schwallwasser auf, das aus dem Becken über eine Rinne läuft, wenn sich Schwimmer im Becken befinden, die mit ihren Körpern das Wasser verdrängen. Später wird das Wasser in das Becken zurückgepumpt. Auch die Rohre für das Schwallwasser sind erneuert worden. Da der neue Behälter total verschlossen ist, wird der Keller mit weniger verdunstetem Wasser belastet. Außerdem nimmt er rund drei Mal so viel Wasser auf wie sein Vorgängermodell.

Auch im Lehrschwimmbecken selbst soll Verdunstung künftig eine weniger große Rolle spielen: Der neue Hubboden kann abends und an den Wochenenden wie ein Deckel über dem Wasser platziert werden. Das reduziert Verdunstung und Abkühlung des Wassers. Auf die Frage, wann das Becken wieder benutzt werden könne, antwortete Ralf Schumacher: "Ende September werden die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann erfolgt eine Grundreinigung, wir lassen Wasserproben entnehmen, setzen die Technik wieder in Gang. Voraussichtlich nach den Herbstferien kann das Bad dann wieder geöffnet werden."

Quelle: NGZ
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