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Kaarst
Sebastianer suchen einen neuen Chef

Kaarst. Die Kasse stimmt, aber ein Nachfolger für Markus Leßmann wurde nicht gefunden.

Die Büttgener St. Sebastianer haben ein aufregendes, ereignisreiches Jahr hinter sich. Das 600-jährige Jubiläum inklusive Bundesschützenfest hat der Bruderschaftskasse gutgetan: Schatzmeister Wolfgang Benien bezifferte den Erlös aus den verschiedenen Veranstaltungen mit 22.000 Euro - ein schönes Ergebnis, denn der "Kölsche Abend" hatte mit rund 10.000 Euro bezuschusst werden müssen. In diesem Jahr soll es wieder ein Oktoberfest geben: Am 1. Oktober wird gefeiert, die rund 400 Schützen unter der Regie von Siegfried Hämel, die das Bundesschützenfest organisiert hatten, können sich als kleines Dankeschön auf freien Eintritt und einen Verzehbonus freuen.

Die Jahreshauptversammlung war zudem sehr spannend. Bereits im vorigen Jahr hatte Markus Leßmann zu verstehen gegeben, dass er nicht erneut für das Amt des Präsidenten des Festausschusses zur Verfügung stehen werde. Trotzdem war es nicht gelungen, einen Nachfolger zu präsentieren. Der Stellvertreter Rainer Lessmann wird die Aufgaben übernehmen, bis ein Nachfolger gefunden wird.

Rolf Kreuter wurde ohne eine einzige Gegenstimme als Geschäftsführer im Amt bestätigt, Wolfgang Benien bleibt Schatzmeister, Ingo Thurow wurde als Geschäftsführer des Festausschusses wiedergewählt. Ralf Konnertz bleibt stellvertretender Schatzmeister des Festausschusses, Peter Ackers 3. Beisitzer. Auch die Regimentsführung wurde im Amt bestätigt: Reinhard Block musste als Oberst lediglich zwei Gegenstimmen hinnehmen. Karl Roeben bleibt sein Adjutant. Der Hubertusmajor heißt auch künftig Dirk Heiertz, sein Adjutant Marcel Pitsch wurde im Amt bestätigt. Spannung kam auf, als Ortwin Leitzke ankündigte, dass es mit Ralf Mumbauer einen Gegenkandidaten zu Amtsinhaber Armin Deinzer geben werde. Es wurde geheim abgestimmt, Deinzer setzte sich mit 93 zu 80 Stimmen gegen seinen Herausforderer durch.

Eine personelle Veränderung betrifft Brudermeister Ludger Heintz, der jetzt genau 20 Jahre im Amt ist: Nachdem Hubert Dickers für diese Aufgabe nicht mehr zur Verfügung, wird künftig der Brudermeister gemeinsam mit Herbert Hargarten entscheiden, wer von dem Fonds "Bürger in Not" profitiert.

Ludger Heintz forderte die Schützen auf, Hinweise zu geben, wo in Driesch und Büttgen Menschen in materielle Not geraten sind. Die Schützen helfen völlig diskret. Jungschützenmeister Adam Romboy machte auf zwei Termine aufmerksam: "Die Jahreshauptversammlung findet am 13. März statt, das Schießen der ehemaligen Jungschützenkönige am 9. April."

50 Jahre gehören der Bruderschaft Willi Dohmes, Gisbert Verbücheln und Heribert Dahmen an, seit 60 Jahren sind Franz-Josef Hannen und Josef Danners dabei. Seit 2010 ist die Bruderschaft um 48 Mitglieder gewachsen, im Vergleich zum Vorjahr legte sie um fünf auf jetzt 805 Mitglieder zu.

(barni)
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