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Kaarst
Spätere Entscheidung über Grundschulaufnahmen

Kaarst. Eltern, deren Kinder im Sommer 2018 ihre Schullaufbahn in einer Kaarster Grundschule starten, müssen sich diesmal länger gedulden als sonst: "In Absprache mit dem Schulrat des Rhein-Kreis Neuss, Alois Mayer, sollen zunächst keine Aufnahmeentscheidungen getroffen werden. Diese sollen erst nach Karneval 2018 versandt werden", erklärte Schuldezernent Sebastian Semmler im Schulausschuss. Grund für diese Verzögerung sind die noch ausstehenden AOSF-Verfahren - das sind die Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs, die immer dann eingeleitet werden, wenn die Eltern oder die Schule davon ausgehen, dass ein Kind diesen Bedarf haben könnte.

Das Schulamt wird versuchen, diese Verfahren bis zum 15. Februar abzuschließen, Schulen und Eltern die Entscheidungen mitzuteilen. Auf der Basis dieser Informationen sollen dann die Klassenbildungen im Rahmen der im Schulentwicklungsplan festgelegten Zügigkeiten beschlossen werden.

Dabei gilt: Bis zu 29 Anmeldungen führen zu einer Eingangsklasse, bei 30 bis 56 Anmeldungen werden zwei Eingangsklassen gebildet, drei Klassen können eingerichtet werden, wenn es 57 bis 81 i-Dötzchen gibt, 82 bis 104 Anmeldungen führen zu vier und 105 bis 125 Schüler zu fünf Eingangsklassen. Besonders beliebt bei den Eltern scheint die Katholische Grundschule Kaarst zu sein, 93 Anmeldungen reichen klar für eine Vierzügigkeit. Die Schule wird zwar dreizügig geführt, aber zum Ende des Schuljahres 2017/2018 werden vier Klassenräume frei.

Die Matthias-Claudius-Schule kann bei 48 Anmeldungen zwei Eingangsklassen bilden, das gilt auch für die Grundschule Stakerseite mit 54 Anmeldungen. An der Astrid-Lindgren-Schule in Holzbüttgen liegen 55 Anmeldungen vor, was zu viel ist für eine Zweizügigkeit, weil es sich um eine Grundschule mit Inklusion handelt. In Büttgen hat es bis jetzt 58 Anmeldungen gegeben - 41 für die Grundschule Budica, 17 für den Katholischen Teilstandort. Für die Vorster Grundschule gingen 59 Anmeldungen ein. Fünf Eltern haben ihre Kinder bis jetzt noch an keiner Kaarster Grundschule angemeldet. Das Jugendamt wird jetzt nachhaken, woran das liegt.

(barni)
 
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