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Kaarst
Sparkassenkalender: Zwölf Künstler interpretieren das Glück

Kaarst: Sparkassenkalender: Zwölf Künstler interpretieren das Glück
Der Sparkassenkalender 2017 beschäftigt sich mit dem Thema Glück. Die Arbeit von Thomas Weiers aus Büttgen ist voller Symbolkraft. FOTO: Thomas Weiers
Kaarst. Der Sparkassen-Kalender 2017 ist da. Das vorgegebene Thema lautete diesmal "Glück". 23 Kaarster Künstlerinnen und Künstler hatten sich beworben, zwölf sind von einer Jury ausgewählt worden. Die Ausstellung zum Kalender ist noch bis zum 7. Dezember in der Filiale Büttgen während der Geschäftszeiten zu sehen.

Wer den Kalender durchblättert, entdeckt sofort, wie unterschiedlich der große Begriff Glück interpretiert werden kann. Auf den zweiten Blick wird deutlich, dass neben "alten Hasen" auch junge Künstler vertreten sind. Thomas Weiers aus Büttgen ist zum ersten Mal mit dabei. Der Fotograf ist im Kalender mit einer inszenierten Arbeit voller Symbolkraft vertreten: Eine künstlich wirkende Hand mit drei Würfeln, bunt verstreute Würfel drumherum, die zum Teil das Wort "Spiel" ergeben. Ute Kreutzer Danstedt skizziert auf stark abstrahierte Weise einen möglichen Weg ins Glück. Ihre "Glücksleiter" führt zu einem organisch wirkenden roten Gebilde.

Beate Palmen ist mit Fotografie vertreten. Auf dem für den Kalender ausgewählten Bild scheint ein Mann Klimmzüge zu machen, um an das kleine Glück zu kommen: Er schaut in einen Abfallcontainer. "Das kleine Glück des schönen Augenblicks": erklärt das Bild von Gisela Fritze. Eine Wasserfläche, dahinter die dunkle Silhouette von Bäumen und die untergehende Sonne.

Heike Plohs" Bild "carpe diem" zeigt eine sommerlich gekleidete Radlerin, kein überflüssiger Pinselstrich, helle Farben - ein überzeugendes Statement. Bei Erika Jörgenshaus haben extrovertierte Frauen keine Scheu, ihr Glück zum Ausdruck zu bringen: Ein kleines Kind kann großes Glück bedeuten. Gerlind Engelskirchen hat zwei Fotografinnen als Motiv für ihr Foto gewählt, die wie zwei Großwildjägerinnen wirken in einem wogenden Weizenfeld. Ulrich Fritsch hat ein Porträt von Heinrich Heine in seine Malerei eingearbeitet. Ein Mann im Meer scheint bei Birgitt Verbeek sein Glück gefunden zu haben. Die Arbeit "Glückliche Zeit" von Susanne Gallmann spiegelt ein diffuses Gefühl von Glück wider.

Die Kunsthistorikerin Bettina Zeman sprach in ihrer Einführungsrede von einem "flirrenden Ganzen, das Lebendigkeit und Fröhlichkeit ausstrahlt". Renate Linnemeier zeigt in ihrer Collage rheinische Kopfweidenidylle, hervorgehobenes Motiv ist ein Fahrrad. Kraftvolle Malerei zeigt Rose Köster mit ihrem Maltisch - das Bild erzählt vom Glück, Malerin zu sein.

(barni)
 
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