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Kaarst
SPD bekennt sich zu breitem Kulturangebot der Stadt

Kaarst. Die Kaarster Sozialdemokraten haben sich zur finanziellen Ausstattung des städtischen Kultur-Haushalts zu Wort gemeldet. Die SPD-Fraktion im Stadtrat habe den Sperrvermerken auf die betreffenden Haushaltsposten zugestimmt, um im Laufe des Jahres Sparpotenziale zu entdecken, ließ jetzt Fraktionsvorsitzende Anneli Palmen wissen. "Ziel ist es, 2016 mit der Haushaltskonsolidierung einen entscheidenden Schritt voranzukommen", erklärt Palmen. "Das Millionen-Defizit und die schwachen Aussichten zwingen uns zum Handeln. Wenn wir warten, bis wir unsere Reserven völlig aufgebraucht haben, müssen wir uns dem Spardiktat des Kreises unterwerfen. Dann haben wir das Heft des Handelns nicht mehr in der Hand."

Wolfgang Reuter, kulturpolitischer Sprecher der SPD, betont: "Die SPD stand immer zu dem breiten und erfolgreichen Kulturangebot der Stadt und hat entscheidend daran mitgewirkt." Das werde sich auch in Zukunft nicht ändern, versichert er. Kaarst habe im Kulturbereich einen ausgezeichneten Ruf, den die SPD nicht aufs Spiel setzen werde. "Zudem stehen wir auch zu den Beschlüssen des Kulturausschusses wie etwa den mit großem Applaus genehmigten Stummfilmtagen", ergänzt Reuter.

"Die Sperrvermerke werden uns aber in diesem Jahr detailliert aufzeigen, welche Projekte sich wo und mit welchen Beträgen hinter den einzelnen Haushaltsstellen verbergen", fügt Anneli Palmen hinzu und fährt fort: "Das trifft nicht nur den Kulturbereich, sondern alle freiwilligen Ausgaben." Dies zu überprüfen, werde zunächst einmal mehr Arbeit machen, glaubt die Fraktionsvorsitzende - "nicht nur bei der Verwaltung, sondern auch bei den Politikern". Aber die SPD sehe es in Verantwortung für die Stadt "als unsere Aufgabe an, unsere kommunale Unabhängigkeit nicht durch Versäumnisse aufs Spiel zu setzen. Sind wir erst pleite, könnten wir gezwungen werden, uns von liebgewonnen Angeboten zu verabschieden", befürchtet sie.

Quelle: NGZ
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