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Kaarst
SPD: Bezahlbarer Wohnraum fehlt

Kaarst: SPD: Bezahlbarer Wohnraum fehlt
Melanie Kloth (stehend) und Klaus Ulrich Schmid sprachen auf Einladung von Anne Thiele und Anneli Palmen FOTO: LBER
Kaarst. Laut einer Expertin ist die Kaarster Bevölkerung überdurchschnittlich alt. Von Bärbel Broer

Der Wohnungsbedarf in Kaarst ändert sich. Denn die Kaarster Bevölkerung ist alt und altert weiter. "Im NRW-Vergleich leben hier überdurchschnittlich viele Menschen zwischen 65 und 80 Jahren", so Melanie Kloth, Leiterin des Bereichs Wohnungsmarktbeobachtung bei der NRW Bank. Sie war auf Einladung der Kaarster SPD zu einer Infoveranstaltung ins gutbesuchte Bürgerhaus gekommen. Ebenso wie Klaus Ulrich Schmid, der mit seinen Mitstreitern das Mehrgenerationenprojekt "Cohousing" vorstellte. Die Parteivorsitzende Anneli Palmen und ihre Stellvertreterin Anne Thiele hatten angeregt, über die Themen "Wohnungsbau fördern, bezahlbaren Wohnraum schaffen und alternative Wohnformen ermöglichen" zu diskutieren.

Kloth lieferte die Statistiken und Zahlen dazu. Aufgabe der Wohnungsmarktbeobachtung ist es, neutral die Situation in NRW zu beobachten und die Informationen öffentlich und kostenlos zur Verfügung zu stellen. Etliche Daten sind auch im "Handlungskonzept Wohnen Kaarst", das vom "Arbeitskreis Wohnen" gemeinsam mit einem Bochumer Beratungsunternehmen erstellt wurde, nachzulesen. Nach Kloths Vortrag wurde allen Zuhörern bewusst, wie dringend gehandelt werden muss. "Weitermachen wie bisher, wird nicht gehen", so Kloth. Denn in Kaarst gebe es zu wenige kleine, preisgünstige Wohnungen. Nur 1,8 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes in Kaarst seien öffentlich gefördert. Zudem fehlten altersgerechte Wohnungen. Auch seien Konzepte nötig, um für Zuzügler attraktiv zu sein und gleichzeitig die Fortzügler zu halten.

Die Kaarster SPD habe diese Probleme erkannt, so Palmen. "Deshalb wollen wir den Geschosswohnungsbau vorantreiben." Denn auch in Kaarst werde es für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen immer schwieriger, geeigneten Wohnraum zu bezahlbaren Mieten zu finden. Steigende Mieten und fehlende Sozialwohnungen seien das Ergebnis der unsozialen Politik der CDU, prangert die Kaarster SPD an.

Quelle: NGZ
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