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Kaarst
SPD empört über abgerissene und beschädigte Wahlplakate

Kaarst: SPD empört über abgerissene und beschädigte Wahlplakate
FOTO: SPD
Kaarst. Kurz nachdem die Wahlwerbung aufgehängt worden war, ist sie zerstört oder gestohlen worden. Die Partei erstattet Anzeige.

Anneli Palmen ist wütend: "Wer macht so etwas eigentlich immer?" Zum wiederholten Mal seien die Wahlplakate entlang der kompletten Antoniusstraße in Vorst zerstört worden.

"Wir haben sie extra hoch oben an den Laternenmasten befestigt. Aber das scheint die Übeltäter nicht zu schrecken. Sie kommen offenbar mit Leitern, machen die Plakate kaputt oder reißen sie ab. Manchmal hängen noch die Kabelbinder an den Masten", so die SPD-Chefin erbost. Schon vor der Landtagswahl im Mai hätten sich Unbekannte an der Wahlwerbung vergriffen. "Aber diesmal ging es noch schneller. Wir haben die Plakate für unsere Bundestagskandidatin Nicole Specker erst vor wenigen Tagen aufgehängt", stellt Palmen fest.

Auch in Kaarst sei von der Heinrich-Herz-Straße ein Plakat verschwunden. "Wir möchten die Menschen motivieren, zur Wahl zu gehen. Dieses Verhalten ist unverschämt", so Palmen. Die Kaarster SPD wird nun Anzeige erstatten.

Die Zerstörung von Wahlplakaten ist eine Sachbeschädigung. Darauf stehen Geldstrafe und sogar bis zu zwei Jahren Gefängnis. Bei der Polizei im Rhein-Kreis Neuss ist das Phänomen bekannt. Immer wieder werden dort Plakat-Zerstörungen oder Diebstahl angezeigt. "Das ist nicht auf eine Stadt beschränkt und auch nicht auf eine Partei", weiß Sprecherin Diane Drawe. Sie rät Zeugen, sofort die 110 zu wählen, wenn sie Entsprechendes beobachten. "So gibt es eine Möglichkeit, die Hintergründe der Taten zu ermitteln", erklärt sie. Die Polizei nehme allerdings nur die Anzeige auf, ermitteln würde in diesen Fällen der Staatsschutz.

(dagi)
 
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