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Kaarst
Sportvereine wehren sich gegen Kürzungen

Kaarst. Nach der Kritik der Kaarster Sportvereine an der Stadt, die eine Kürzung der finanziellen Mittel im Falle eines Haushaltssicherungskonzeptes nicht ausschließt, hat nun auch Axel Volker, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, die schwierige Situation betont, in der sich viele Vereine befinden. "Es ist wichtig, dass diese Zuschüsse weiter fließen. Nur so können die Vereine auskömmliche Mitgliedsbeiträge sicherstellen." Volker fügt hinzu, dass der Sport nicht nur nimmt, sondern auch viel für die Stadt tut. "Er hat eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Das sollte auch anerkannt werden."

Der Stadtsportverbandsvorsitzende macht zudem auf die Relation der freiwilligen Mittel für Sportvereine (gut 85.000 Euro) im Vergleich zu den Gesamtaufwendungen der Stadt aufmerksam. "Da bewegen wir uns im Promillebereich." Der Sport solle laut Volker auch nicht so dargestellt werden, als wäre er verantwortlich für die schwierige Haushaltssituation der Stadt.

Kämmerer Stefan Meuser hatte in der vergangenen Ratssitzung deutlich gemacht, dass das Szenario Haushaltssicherheitskonzept in Zukunft nicht ausgeschlossen ist. Dies nähme der Verwaltung jeglichen finanziellen Handlungsspielraum. Die Folge: Freiwillige Mittel müssten in noch unbekannter Höhe gekürzt werden. Die jeweiligen Vorgaben kämen vom Kreis. Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus appelliert deshalb an die Sportvereine, neue Wege zur Mitfinanzierung zu suchen - die Stadt hat deshalb bereits Sensibilisierungsgespräche mit den Vereinen geführt. Auch der Kulturbereich, Schulen, Jugendeinrichtungen und Bruderschaften wären ebenfalls von Streichungen betroffen. "Die Kürzung der Mittel würde den Haushalt nicht retten", sagt Axel Volker.

(jasi)
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