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Kaarst
Sportwagen knallt in Leitplanke

Unfall mit Sportwagen auf der A57 bei Kaarst
Unfall mit Sportwagen auf der A57 bei Kaarst FOTO: Patrick Schüller
Kaarst. In der Nacht zu gestern ist ein 19 Jahre alter Kaarster bei einem Unfall auf der A57 schwer verletzt worden. Die genaue Unfallursache ist noch unklar. Das Fahrzeug war jedoch zu schnell und mit Sommerreifen unterwegs. Von Carolin Skiba

Auf der A57, zwischen den Anschlussstellen Holzbüttgen und Büttgen, ist in der Nacht zu gestern ein 19 Jahre alter Neusser mit seinem Sportwagen gegen eine Leitplanke geprallt. Wie die Polizei mitteilte, konnte sich der Fahrer nicht selbst aus dem Wagen befreien und wurde von Feuerwehr und Rettungsdienst schwer verletzt aus seinem Wagen geborgen. Im Anschluss wurde der 19-Jährige in eine Düsseldorfer Spezialklinik gebracht, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

Sein giftgrüner Chevrolet Camaro schleuderte zunächst mehrfach nach rechts gegen die Schutzplanke, drehte sich und kollidierte nach etwa 100 Metern mit der Mittelschutzplanke. Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass der Wagen erneut zurückgeschleudert wurde und sich unter der rechten Schutzplanke verkeilte. Ein Lkw-Fahrer alarmierte Polizei und Feuerwehr. Er selbst habe sich wegen auslaufender Betriebsmittel nicht getraut, den Fahrer selbstständig aus dem Wagen zu befreien, teilte die Feuerwehr mit. Der Lkw-Fahrer habe sich aber absolut korrekt verhalten, betonte Feuerwehrpressesprecher Stefan Breitfeld.

Warum der Sportwagen die Bodenhaftung verlor, dazu konnte sich die Polizei noch nicht abschließend äußern. Alkohol war nach Aussage der Ermittler bei dem Unfallverursacher nicht im Spiel. Die Beamten der Autobahnpolizei stellten jedoch fest, dass der Chevrolet viel zu schnell unterwegs und mit Sommerreifen ausgerüstet war. Da es in Deutschland keine Winterreifen-pflicht gibt, so lange sich nicht Schnee und Eis auf der Fahrbahn befinden, hat der Fahrer diesbezüglich kein Bußgeld zu erwarten, wohl aber wegen überhöhter Geschwindigkeit. Polizeipressesprecher Andre Hartwich warnte dennoch eindringlich davor, bei winterlichen Temperaturen mit Sommerreifen zu fahren: "Auch wenn die Fahrbahnen nicht vereist oder verschneit sind, bieten Winterreifen mit ihrem speziellen Gummigemisch mehr Sicherheit in der dunklen Jahreszeit."

Der Sachschaden, inklusive der Schutzplanken, wird auf 62.000 Euro geschätzt. Neben den Verkehrsabsicherungsmaßnahmen wurde der Brandschutz sichergestellt und die auslaufenden Betriebsmittel aufgenommen. Während der Säuberungsarbeiten musste die Fahrbahn etwa 20 Minuten voll gesperrt werden. Staus blieben jedoch aus.

Quelle: NGZ
 
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