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Kaarst
Stadt Kaarst begrüßt neue deutsche Bürger

Kaarst. Am "Tag des Grundgesetzes" gab es eine Feierstunde für 37 kürzlich eingebürgerte Menschen. Von Rudolf Barnholt

In den vergangenen zwölf Monaten haben 37 in Kaarst lebende Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Am "Tag des Grundgesetzes" (23. Mai) nahmen sechs von ihnen an der Begrüßungsfeier im VHS-Haus teil. Mit dabei: Patricia Beyrne de Lubbe. Ihr Heimatland Argentinien hatte sie 1983 verlassen, später folgte sie ihrem aus dem Münsterland stammenden Ehemann nach Brasilien. Seit 2007 lebt die Familie in Holzbüttgen. Die 57 Jahre alte Diplom-Sportlehrerin und Mutter von drei erwachsenen Kindern spielt Tennis bei der SG Kaarst. Adriana Cords stammt aus Sao Paulo in Brasilien. Sie war einst als Au pair-Mädchen nach Deutschland gekommen. Die 42-Jährige lernte damals ihren jetzigen Mann kennen und blieb. Das Paar hat einen 15 Jahre alten Sohn und eine elfjährige Tochter. "Meine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau in Brasilien wurde hier leider nicht anerkannt", sagte Adriana Cords. Sie arbeitet in einer Modeboutique in Neuss und machte den Deutschen in fließendem Deutsch ein tolles Kompliment: "Die Menschen hier sind sehr warmherzig. Deutsche genießen auch in Brasilien einen sehr guten Ruf. Ich habe mich hier auf Anhieb wohlgefühlt." Zwei Beispiele also, die zeigen, wie gut Integration gelingen kann.

Die Feierstunde, an der Kreisdirektor Dirk Brügge, Sparkassenvorstand Volker Gärtner und "Hausherr" Karl-Heinz Kreuels teilnahmen, begann mit Gänsehaut-Feeling: Kim Hannah beeindruckte als Sängerin - sie hatte sich für den Enya-Song "Only time" entschieden. Mark Koll begleitete sie am Keyboard und später auch den Chor, dessen kleine Sänger aus vielen verschiedenen Ländern kommen. Sie präsentierten Ausschnitte aus dem Musical "Fantasie". Die Menschen, die vor kurzem die deutsche Staatsangehörigkeit verliehen bekommen haben, hätten Heimat, Zugehörigkeit und Verwurzelung zurückgelassen, sagte der Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling: "Mein Respekt für diesen Schritt." Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus stellte die Frage in den Raum, ob der "Tag des Grundgesetzes" noch zeitgemäß sei, um sogleich mit einem klaren Ja zu antworten: "Die Gedanken und Ziele sind immer noch aktuell." Bevor jeder ein Exemplar des Grundgesetzes erhielt, wurde noch die Fotoausstellung "Unsere neuen Nachbarn" vorgestellt.

Quelle: NGZ
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