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Kaarst
Stele erinnert an Kunstaktion der VHS

Kaarst. Hanna Brinkmann übergab ihr Werk mit den Namen der beteiligten Flüchtlinge an den Förderverein.

Noch bis zum Herbst ist im Foyer der VHS Kaarst eine Ausstellung zu sehen mit rund 40 Werken von Flüchtlingen - Textilarbeiten, Malerei, Fotografie, aber auch Skulpturen aus Stein. Tipps hatte es von der Vorster Bildhauerin Hanna Brinkmann gegeben. Ganz nebenbei hatte die 25-Jährige eine Stele geschaffen, die an diese Kunstaktion erinnert. Dieses Kunstwerk aus rotem Sandstein übergab jetzt Hanno Wilsch, Vorsitzender des Fördervereins "Aktion Volkshochschule", als Geschenk an die Volkshochschule.

Nicht alle Flüchtlinge werden in Deutschland bleiben können. Hanna Brinkmann hat denen, die sich für die Bearbeitung von Stein interessiert hatten, ein Denkmal gesetzt. Jeden Namen der beteiligten Flüchtlinge hat sie in dem roten Sandstein verewigt. Im oberen Bereich sind stilisierte Handwerkszeuge wie Knüpfel, Spitzeisen und Schlageisen zu sehen.

Hanna Brinkmann hatte lange gesucht nach einer erfüllenden Aufgabe. Sie strebt keine Karriere als Künstlerin an, sondern arbeitet gerne mit Menschen, gibt in ihrem Atelier in Vorst auch Kurse für alle Altersklassen. "Der Stein braucht Zeit", lautet das Credo der in Südtirol ausgebildeten Steinmetzin und Steinbildhauerin. Das heißt, wer sich auf ihn einlässt, muss geduldig sein.

Und sie hat bereits ein neues Projekt im Auge: Am 27. August - die genaue Zeit und der Ort irgendwo in der Stadtmitte werden noch rechtzeitig kommuniziert - sind Flüchtlinge und Bürger aufgerufen, gemeinsam aus einer Stele ein Gemeinschaftskunstwerk zu schaffen. Die Stele hat Symbolkraft: Sie kann als Wertschätzung der Menschen, die aus fremden Ländern kamen, um in Deutschland Zuflucht zu finden, verstanden werden.

(barni)
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