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Kaarst
Umbau der Nordkanalallee kann starten

Kaarst. Sowohl der Planungs- und Verkehrsausschuss als auch der Bau- und Umweltausschuss haben sich jetzt einstimmig für die grundlegende Sanierung und Umgestaltung der Nordkanalallee in Holzbüttgen ausgesprochen. Von Rudolph Barnholt

Sowohl der Planungs- und Verkehrsausschuss, als auch der Bau- und Umweltausschuss sprachen sich einstimmig für die grundlegende Sanierung und Umgestaltung der Nordkanalallee in Holzbüttgen aus. Obwohl alle bestehenden Bäume gefällt werden sollen, lobt auch der Grüne Heinrich Hannen das Projekt. "Wir begrüßen die Pläne, das Verfahren ist vorbildlich gelaufen."

Im Oktober war im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung sehr schnell deutlich geworden, welche der beiden vorgestellten Varianten die Holzbüttgener bevorzugen. Anlass für die Umgestaltung ist der Bau eines neuen Kanals. Die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart nannte die Eckpunkte der Planungen: "Es bleiben 35 Stellplätze erhalten, 34 zum Teil kranke Bäume werden gefällt. Dafür erfolgen 34 Neuanpflanzungen."

Das dürfte die Fußgänger freuen und Menschen, die mit dem Kinderwagen oder Rollator unterwegs sind: Der Gehweg auf der Nordseite - das ist von der Kaarster Straße aus kommend die linke Seite der Allee - wird aufgegeben, um auf der Südseite einen neuen Bürgersteig mit einer Mindestbreite von 1,96 Meter anlegen zu können - etwa doppelt so breit wie jetzt. Außerdem wird der Gehweg als ebene, barrierefreie Fläche angelegt. Auf der Südseite werden schließlich neun Bäume gepflanzt, auf der Nordseite 25. Vier Aufpflasterungen sind vorgesehen, um den Verkehr langsamer zu machen. Möglicherweise reichten aber auch drei Aufpflasterungen, hatte Burkhart jedoch erläutert.

Sandra Pauen (Piraten/Die Linke) vermisst einen Radfahrweg in den Planungen. "Der war hier aus Platzgründen nicht nötig, aber in einer Tempo 30-Zone teilen sich Autofahrer und Radfahrer den Straßenraum", erklärte die Technische Beigeordnete.

Josef Johnen, Vorsitzender des Seniorenbeirats, fragte, ob Pausenbänke für die älteren Menschen am Wegesrand vorgesehen seien. "Nein, das war auch in der Bürgerinformationsveranstaltung kein Thema", erklärte Sigrid Burkhart. Anne Thiele von der SPD fragte nach einem Zebrastreifen als Querungshilfe im Sinne eines sicheren Schulwegs. "Um einen Zebrastreifen anlegen zu dürfen, ist eine bestimmte Anzahl von Fahrzeugen zu bestimmten Zeiten erforderlich, diese Voraussetzungen werden hier nicht erfüllt", erklärte Elke Anders vom Planungsamt.

Anja Rüdiger (UWG) traut der Verwaltung in diesem Punkt nicht mehr so recht: "Obwohl die Verwaltung immer gesagt hatte, dass ein Zebrastreifen dort aus rechtlichen Gründen nicht möglich sei, war er dann doch plötzlich da - vor der Pommesbude in Vorst." Übrigens: Die Anlieger werden nicht an den Kosten der Umgestaltung der Nordkanalallee beteiligt. Die Umbauarbeiten werden rund ein Jahr dauern.

Quelle: NGZ
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