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Kaarst
Unglaubliche Alltagsgeschichten

Kaarst. Herbert Knebel erzählte im Albert-Einstein-Forum aus seinem kuriosen Leben.

"Männer ohne Nerven" heißt das neue Programm von Herbert Knebel und seinem Affentheater. "Seid ihr alle da?", fragte Herbert seine Fans. Diese Frage passte irgendwie, ist doch das Ruhrgebiets-Original so etwas wie der Kasper für die Erwachsenen.

Er und seine drei Musiker sollten sie in den darauffolgenden zwei Stunden immer wieder heftig zum Lachen bringen. "Der Trainer" mimte den Mann mit den ganz schwachen Nerven. Die Tabletten von "Placebo" konnten ihm nicht helfen. Am Schlagzeug waren die Beschwerden dann aber schnell vergessen, auch Ernst, der "Überkämmer" und der skurrile Ozzy Ostermann liefen zu Bestform auf. Herbert Knebel, der im Normalmodus so geht, als würde er unter einem Fersensporn leiden, geriet fast in Ekstase, sprühte nur so vor Temperament. Als Sänger wagte er sich sogar an Deep Purple's "Child in Time". Den wunderschönen Evergreen "San Francisco" von Scott McKenzie hatte Herbert umgetextet zu einem persönlichen Statement: "Ich geh' nie ins Sankt Franziskus." Gemeint war ein Altenheim.

Höhepunkte waren wieder unglaubliche Alltagsgeschichten, in denen es drunter und drüber geht. Besonders gelungen: Die Schilderungen von einem Restaurantbesuch beim neuen Inder: "Da war ein Gedränge wie in der Fußgängerzone von Kalkutta." Jedoch war das Essen zu scharf gewürzt: "Meine Frau wechselte die Gesichtsfarbe wie eine Lavalampe." Sie spülte sein Bier runter und trank einem fremden Hund gierig den Wassernapf leer. Knebels Bilanz: "Immerhin hatten wir ein Freigetränk - das Wasser in dem Hundenapf." Und er verriet Details aus seiner wilden Jugendzeit: "Wir waren heiß wie ein Vulkan, wir konnten uns nur in der Eisdiele treffen."

(barni)
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