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Kaarst
VHS erhöht Dozentenhonorare

Kaarst. Zufriedenheit kann schon mal verstörend wirken: "Haben Sie keine Wünsche für die Zukunft, wollen Sie nicht das Angebot verbessern?", wollte Robert Begerau (Die Grünen) in der Verbandsversammlung der VHS Kaarst-Korschenbroich von VHS-Chef Karl-Heinz Kreuels wissen.

Aber der vermied es, auf diese Frage näher einzugehen. Auch wenn die VHS sich verstärkt an Hausmeisterkosten beteiligen müsse. Kreuels findet das nachvollziehbar: "Wir haben lange Öffnungszeiten, und die Hausmeister haben deshalb lange Dienstzeiten." Die VHS wolle Personalkosten sparen.

Diese Chance ergibt sich, weil in nächster Zeit einige der neun Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Die dann frei werdenden Stellen sollen nicht mit der gleichen Stundenzahl wiederbesetzt werden. Mit Blick auf die Anmeldezahlen hat Kreuels festgestellt: "Es gibt einen bestimmten Sättigungsgrad für Bildungsleistungen, wir können mit dem bisherigen Niveau sehr gut leben."

2013 hat es 11.152 Kursbelegungen gegeben, 2014 waren es 11.415, und 2015 werde sich diese Zahl nicht wesentlich verändern. Dabei gibt es Angebote, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen; im Gegenzug verlieren andere Kurse an Attraktivität. "Unser Ziel ist es, Wegbrechendes durch Neues zu ersetzen, so dass die Zahl der Kursteilnehmer insgesamt konstant bleibt", erklärte der VHS-Leiter. Das Interesse an Angeboten zur beruflichen Bildung sei deutlich zurückgegangen, auch Computer- und Sprachkurse werden nicht mehr so stark nachgefragt. Dasselbe gelte für Angebote zur politischen Bildung. Alle Kurse rund um die Themen "Kreativität" und "Gesundheit" gleichen jedoch diese Defizite aus, sie sind gefragt wie nie. Und natürlich auch die Sprachkurse für Flüchtlinge: "In diesem Jahr haben bereits rund 250 Flüchtlinge einen Kursus besucht", erklärte Kreuels. Noch steht aber nicht fest, ob die Refinanzierung wirklich gesichert ist. Zudem könnten, wenn noch mehr Turnhallen als Flüchtlingsunterkünfte hergerichtet werden, teilnehmerstarke Gesundheitskurse ausfallen.

Nach sechs Jahren werden erstmals die Dozentenhonorare um einen Euro je Stunde erhöht - diese Erhöhung gilt ab Februar. Zum Herbst-/Wintersemester 2016 steigen dann auch die Teilnehmergebühren, und zwar im Wesentlichen um 30 Cent je Unterrichtsstunde.

(barni)
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