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Kaarst
Viel Spielraum für Interpretationen

Kaarst. Nina Ahlers und Ulrike Münchhoff zeigen "Malerei, Objekte, Installation".

"Malerei, Objekte, Installation", heißt die aktuelle Ausstellung in der Städtischen Galerie im Rathaus Büttgen. Mag diese Bezeichnung auch weder besonders pfiffig noch aufregend sein - die Exponate sind es: Nina Ahlers steuerte die Objekte bei, Ulrike Münchhoff die Bilder. Beide haben an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert und leben in der Landeshauptstadt.

Nina Ahlers, Meisterschülerin von Fritz Schwegler, überrascht mit ihren sofort ins Auge fallenden Objekten. Da sind zum Beispiel 24 gleichgroße Farbkissen in 24 unterschiedlichen Farben. Sie bestehen im Kern aus Styropor, die Oberflächen wurden mit Wolle gestaltet. Das Gesamtwerk erinnert an Farbkästen, die Reihenfolge erfolgte willkürlich. Der Weg weg von der Malerei und hin zum Objekthaften ist auch an den anderen Exponaten ablesbar. Die Künstlerin, die auch als Kunstlehrerin arbeitet, hat die Anordnung von Wörtern im Stil des Scrabble-Spiels am Boden ausgebreitet, zeigt riesige Radiergummis und eine blaue, aus mehreren Teilen bestehende Matte, die durch eine Absperrung eine enorm wichtige Arena zu sein scheint.

So ganz anders ist die Malerei von Ulrike Münchhoff - oder doch nicht? Es gibt eine Übereinstimmung: Beide Künstlerinnen räumen dem Betrachter reichlich Interpretationsspielraum ein. Auf einigen der Großformate scheint die Schwerkraft aufgehoben. Kleidungsstücke schweben durch den Raum. Sie symbolisieren die Dynamik, die Menschen in einem Miteinander entwickeln. Die Künstlerin spricht von "Kipp-Bildern": Ist das eine Dynamik im positiven Sinne, die sich vor den Augen des Betrachters entfaltet, oder fliegen da schon so richtig die Fetzen? Immer wieder auftauchende Symbole geben Rätsel auf, und das ist auch so gewollt.

(barni)
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