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Kaarst
Vor dem Rathaus für den Frieden in der Welt singen

Kaarst: Vor dem Rathaus für den Frieden in der Welt singen
"Kaarster singen für den Frieden" - im vergangenen Jahr kamen 200 Menschen. FOTO: Weber
Kaarst. Als vor ziemlich genau einem Jahr der islamistische Attentäter Anis Amri auf einem Berliner Weihnachtsmarkt ein Blutbad anrichtete, reagierte Kantor Wolfgang Weber schnell: Mit seinen Kollegen von der katholischen Kirche, Dieter Böttcher, rief er spontan zu der Aktion "Kaarster singen für den Frieden" auf. Von Rudolf Barnholt

Rund 200 Menschen waren damals auf dem Rathausplatz zusammengekommen. Jetzt wird es eine Neuauflage geben: Nicht mehr ganz so spontan, aber möglicherweise mit noch mehr Beteiligten.

So zufrieden Wolfgang Weber im vergangenen Jahr auch mit der Resonanz war: Wenn das Projekt am morgigen Samstag um 18 Uhr auf dem Rathausplatz erneut startet, hofft er, dass noch mehr Stimmen zu hören sind als vor einem Jahr und noch mehr Kerzen brennen werden. Gesungen werden Weihnachts- und Friedenslieder. "Jeder wird ein Blatt mit den Liedtexten bekommen", verspricht der Kantor. "Es wird auch ein Lied gesungen, in dem die multireligiöse Stadt Jerusalem eine Rolle spielt", sagt Wolfgang Weber. Dass es diesmal keinen konkreten Anlass gibt, stört ihn nicht: "Wir werden für den Frieden in Kaarst und in der Welt singen. Außerdem steht Kaarst vor einer großen Integrationsaufgabe." Menschen jeglichen Glaubens, alteingesessene Kaarster Bürger, aber auch Flüchtlinge seien herzlich willkommen. Jede (Sing)-Stimme zähle. Auch Menschen, die keiner Religionsgemeinschaft angehören, sollen sich angesprochen fühlen.

Worüber sich die beiden Kantoren besonders freuen: Die in Kaarst lebende Opernsängerin Angela Froemer hat spontan zugesagt zu kommen und ein, zwei Lieder zu singen. In den sozialen Netzwerken haben schon rund 250 Menschen ihr Interesse signalisiert, rund 50 haben bereits fest zugesagt. "Das Singen wird maximal 45 Minuten dauern", erklärt Wolfgang Weber. Am E-Piano werden er und Dieter Böttcher sich abwechseln, es steht eine kleine Verstärkeranlage zur Verfügung.

Worauf Wolfgang Weber hinweist: "Willkommen sind Menschen jeglichen Alters. Neu ist, dass alle ein Instrument mitbringen können. Das letzte Lied "Oh du fröhliche..." darf dann mit diesen Instrumenten begleitet werden, egal, ob es sich dabei um Blockflöten, Querflöten oder Trompeten handelt." Wer kein Instrument hat, sollte aber eine Kerze mitbringen.

Quelle: NGZ
 
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