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Kaarst
Vorster Schützen putzen Antonius-Figur

Kaarst. Die Aktion soll für gutes Wetter sorgen, aber Präsident Schröder wünscht sich dennoch Regen.

Das war ein Fall für Zwei: Jakobus-König Hans-Georg Servos und Schützenkönig Sebastian Kraft putzten am späten Donnerstag Nachmittag die Antonius-Figur über dem Eingang der Antoniuskapelle. Dieses Ritual soll dafür sorgen, dass das Vorster Schützenfest bei schönstem Wetter gefeiert werden kann. Und obwohl die Arbeit in zwei, drei Minuten erledigt ist, kamen rund 20 Menschen zusammen - auf eine Flasche Bier und voller Vorfreude auf das Fest.

Karl Weifels, ein Ur-Vorster, der gleich um die Ecke wohnt, brachte einen schwarzen Eimer mit klarem Wasser mit. Um den guten Antonius nicht zu "reizen", hatte er auf jeglichen Haushaltsreiniger verzichtet. Die Aktion war wieder auch eine Demonstration, wie die Gemeinschaft in einem Dorf wie Vorst funktioniert: Hans-Peter Schmitz kam pünktlich mit seinem vor 25 Jahren in Neuss produzierten Traktor vorgefahren - ein monumentales Kraftpaket mit 145 Pferdestärken. Dafür waren eigens die Waschbeton-Poller vor der Kapelle beiseite geschoben worden.

Für die Tradition des Antonius-Putzens war ein Korb angefertigt wurden, mit dem Servos und Kraft schnell auf Augenhöhe mit dem Heiligen gehievt wurden. Sie erledigten ihre Arbeit gewissenhaft, fuhren mit dem Lappen über den Rauschebart des Heiligen, während sich die kleine Gruppe über "Ferkes-Tünn" unterhielt, wie der Antonius genannt wird. Unter anderem mit dabei: Jakobusmajor Heinz Junkers, Alex Kaumanns, der mit seinen 80 Jahren immer noch bei den Scheibenschützen mitmarschiert sowie Präsident Thomas Schröder.

Gerd Dicks, für die Pressearbeit bei der Bruderschaft zuständig erinnerte sich: "Als ich König war, hatte es trotz des Antonius-Putzens geregnet." Seine Erklärung: "Wir hatten damals die Mutter Maria gegenüber gründlich von Laub befreit, da war der Ferkes-Tünn sauer." Präsident Thomas Schröder träumt ohnehin nicht von einem wolkenlosen Schützenfest: "Am Samstag gegen 21 Uhr sollte ein Platzregen einsetzen, damit die Besucher ins Zelt strömen und es am Sonntag bei der Parade nicht so staubt."

(barni)
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