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Kaarst
Wege in eine spirituelle Welt

Kaarst: Wege in eine spirituelle Welt
Reinhardt Heinen stellt im Artraum Thielemann aus. NGZ-Foto: woi FOTO: Woitschützke Andreas
Kaarst. Der als Video-Künstler bekannte Reinhardt Heinen zeigt Malerei im Artraum.

Wilfried Thielemann ist es wieder gelungen, einen renommierten Künstler in seinem Artraum Thielemann zu präsentieren. Reinhardt Heinen aus Willich hatte sich zwar einst mit Video-Kunst einen Namen weit über die Landesgrenzen hinaus gemacht, in Kaarst zeigt er jedoch ausschließlich Malerei - eine Malerei, die gelegentlich Assoziationen weckt zu seiner früheren Leidenschaft.

Der in Recklinghausen geborene Heinen studierte Freie Künste und Kunstwissenschaft in Duisburg, Köln und Düsseldorf ebenso wie Religion auf Lehramt und unterrichtete bis vor kurzem beide Fächer am Thomäum in Kempen. In den 1990er Jahren war er als Video- und Multimedia-Künstler in Erscheinung getreten mit Performances und Laser-Shows. "Ich war damals der Meinung, die Malerei sei am Ende", räumte der 52-Jährige bei der Ausstellungseröffnung ein. Dann besann er sich eines Besseren, fügte aber fortan Elemente der Video-Kunst in seine Bilder ein.

Er arbeitet sehr abstrakt, Linien schießen wie Blitze durch die Bilder, die in der Regel sowohl aus grafischen, als auch aus malerischen Elementen bestehen. Diese Kombination ermöglicht es Reinhardt Heinen, Stimmungen zum Ausdruck zu bringen. Tore, durch die Wege führen, sind ein prägendes Element, fast schon ein "roter Faden" seiner Ausstellung. Die Wege führen in eine spirituelle Welt. Die Bilder sind nicht so abstrakt, wie es auf den ersten Blick scheint, aber abstrakt genug, um dem Betrachter Raum für eigene Assoziationen zu lassen. In den von Linien abgegrenzten Feldern ist Platz für Malerei, deren Inhalte oft an Landschaften erinnern. Konstruktivistisch-geometrisch angelegte Bereiche bilden einen Kontrast zu den malerisch aufgelösten - das Verhältnis zueinander ist oft ausgewogen, gelegentlich dominiert aber eines der beiden Gestaltungselemente. Typisch sind genaue Farbübergänge. Die Bilder spiegeln die Vielfalt des Lebens in Form eines komplexen Geflechts wider. Das "Gerüst" der Bilder entsteht oft sehr spontan, die weitere Ausgestaltung ist dann aber ein sehr bewusstes, überlegtes Tun. Die Ausstellung der Gemälde, die von 1996 bis 2000 entstanden, endet mit einer Finissage am 15. Oktober um 15 Uhr in der Galerie am Sperberweg 25.

(barni)
 
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