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Kaarst
Wenn aus Klebestreifen Kunst wird

Kaarst. Die Ergebnisse eines Schüler-Projektes sind in der Rathaus-Galerie zu sehen. Von Rudolf Barnholt

Was man mit Klebestreifen alles machen kann, ist noch bis 29. Juni in der Rathausgalerie zu sehen. Tape Art ist eine ganz moderne Kunstform. Ken Schulze, Leiter des Bebop, hat Schüler der Klassen acht bis zehn der weiterführenden Schulen an diese Kunstform herangeführt. Und er hat die Kids offenbar begeistert, wie die tollen Ergebnisse vermuten lassen.

"Tape Art ist eine Form der Street Art und hat sich ab 1984 aus dem Graffiti heraus entwickelt", erklärte Ken Schulze bei der Ausstellungseröffnung. Und er räumte ein, dass auch viele Schüler zuvor noch nie etwas von Tape Art gehört hätten. Eigentlich hätte er sich gewünscht, dass die Kids ausschließlich mit schwarzem Klebeband arbeiten. Aber dann durften doch mit einigen wenigen Grundfarben Akzente gesetzt werden. Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus sprach in ihrer Eröffnungsrede von einer "wunderschönen Ausstellung". Und sie erklärte: "Die Arbeiten werden anschließend sicher einen guten Platz zu Hause finden."

Das wird in vielen Fällen nicht ganz einfach sein, weil oft zwei Schüler an einem Bild gearbeitet haben, wie zum Beispiel Megha und Fine, beide 14 Jahre alt, beide Schülerinnen am Albert-Einstein-Gymnasium (AEG). Sie zeigen den Kopf eines Löwen, er besteht aus unzähligen Elementen und was fehlt, sind gerade Linien. Lob gab es auf der Ausstellungseröffnung reichlich, jetzt hoffen die beiden Schülerinnen auf eine gute Note. Lillian Hillebrand und Emily Tyborski, ebenfalls vom AEG, präsentieren ein Herz, das aussieht, wie aus einem Fachbuch für Anatomie - ebenfalls eine sehr gelungene Arbeit.

Jacqueline Eberts (14) erklärte: "Das gestalterische Arbeiten mit dem Tape hat sehr viel Spaß gemacht." Und da man ja bekanntlich das, was man gern macht, auch gut macht, kann sich auch hier das Ergebnis sehen lassen: Auffallend bei ihrem Bild ist die Kombination eines Kolibris mit einer Fülle von Ornamenten. Martina Feldhoff hatte sich mit ihrem schwarzen Klebeband an die nicht gerade einfache Form eines Pferdes herangewagt und diese Herausforderung mit Bravur gemeistert. Insgesamt werden in der Rathausgalerie 71 Bilder gezeigt.

Quelle: NGZ
 
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