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Kaarst
Wie Puppen-Lotta das Fest rettet

Kaarst. Das Dornerei-Theater begeisterte mit Weihnachtsstück in der Realschule.

Lotta kann alles - sie schaffte es sogar, einen Tannenbaum zu besorgen, obwohl es doch in ganz Schweden keinen mehr gab. Wie sie das bewerkstelligte, verfolgten zahlreiche Kinder mit ihren Eltern und Großeltern im Forum der Realschule Kaarst.

Dem Dornerei-Theater, verkörpert durch Eleen und Markus Dorner, gelang mit Hilfe von Handpuppen eine bezaubernde Darstellung. Die Bühne wurde dazu zwei geteilt: im Vordergrund das Wohnzimmer von Tante Berg, Kennern der Lotta-Geschichten wohlbekannt als vertraute Herzensfreundin des kleinen Mädchens. Gemütlich auf dem Sofa sitzend und unterstützt von ihrem Hund Scotty, erzählte sie in einer Rahmenhandlung die Geschichte, wie Lottas Familie im vergangenen Jahr am 23. Dezember doch noch zu einem Weihnachtsbaum kam. Eleen Dorner lieh der Puppe dazu ihre Stimme und ließ sie durch bedachte Bewegungen lebendig wirken. Handpuppe Scotty erwachte durch Markus Dorner zum Leben - sehr zum Vergnügen der Zuschauer.

Die eigentliche Geschichte wurde dann mit Stockpuppen auf einer oberhalb des "Wohnzimmers" aufgeklappten Bühne erzählt. Liebevoll ausgestattete Stockpuppen hauchten Lotta und ihren Geschwistern Jonas und Mia-Maria Leben ein. Weiße Bäume zauberten eine Winterkulisse, in der sich Lotta mit ihren Geschwistern eine Schneeballschlacht lieferte und zum Skifahren aber nicht mit durfte, denn sie ist noch zu klein. Dabei kann sie doch alles, wie sie immer wieder betonte. Leider gelang es ihr nicht, eine Tüte mit Stollen und eine Mülltüte an den richtigen Adressaten zu bringen - Tante Berg empfing den stinkenden Fisch vom Vortag und der gute Stollen samt Lottas "Teddy" -einem rosa Schwein - landete beinahe im Müllwagen.

Dass sie aber doch alles kann, zeigte der weitere Verlauf der Geschichte: sie schaffte es, einen Weihnachtsbaum zu besorgen. Denn als einem kaltherzigen und geldgierigen Händler unbemerkt ein Baum vom Wagen rutschte, ergriff Lotta sofort ihre Chance. Mit Hilfe eines geliehenen Schlittens beförderte sie den Baum zu ihrer Familie - und so leuchtete am Schluss der geschmückte Baum nicht nur für sie und Tante Berg, sondern für alle Zuschauer, die gemeinsam das Lied "O Tannenbaum" anstimmten.

Dem Dornier-Theater gelang es, diese Geschichte mit Spielfreude umzusetzen - und das große und kleine Publikum zu begeistern.

(keld)
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