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Generationsübergreifendes Wohnen
Wohnprojekt "Cohousing Kaarst" von der Stadt unterstützt

Generationsübergreifendes Wohnen: Wohnprojekt "Cohousing Kaarst" von der Stadt unterstützt
Rund 100 Interessierte fanden sich in der Johanneskirche ein und ließen sich erzählen, wie das Mehrgenerationen-Wohnprojekt aussehen könnte. FOTO: Schmid
Kaarst. Klaus Ulrich Schmidt von der geschlossenen Facebook-Gruppe "Cohousing Kaarst" ist beeindruckt: Rund 100 Interessierte kamen in die Johanneskirche, um sich das generationsübergreifende Wohnprojekt erläutern zu lassen.

"Wir sind von der Resonanz völlig überwältigt worden", sagt er, "das Altersspektrum war überwiegend im letzten Lebensdrittel angesiedelt." Die meisten hätten sich für den Kauf von Wohnungen interessiert, etwa ein Drittel für die Miete. Schmid möchte mit Gleichgesinnten eine Wohnanlage für mehrere Generationen errichten, mit zwölf Einfamilienhäusern und etwa 40 Wohnungen - insgesamt mit Raum für rund 100 Menschen. Rund 56 Interessenten hat die Gruppe jetzt in ihrer Kartei: "Damit sind wir jetzt schon voll ausgebucht, sollten alle dabei bleiben", sagt der Kaarster.

Die große Resonanz auf die Info-Veranstaltung gab Schmid und seinen Mitstreitern auch den nötigen Rückenwind für ein Gespräch mit Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus und der Technischen Beigeordneten Sigrid Burkhart am Montag. "Das ist sehr positiv gelaufen", sagt Schmid zufrieden, ihre Ideen seien konstruktiv behandelt worden. "Wir haben über Alternativ-Grundstücke geredet und können uns grundsätzlich der Unterstützung durch die Verwaltung sicher sein", sagt er.

Auch die SPD zeige großes Interesse an dem Mehrgenerationen-Projekt, erzählt er weiter, sie habe ihn zu einem Forum zum Thema Wohnen eingeladen, damit er das Projekt dort vorstellen kann. Auch die nächste Infoveranstaltung von "Cohousing Kaarst" steht schon fest: Sonntag, 13. März, um 15 Uhr. Treffpunkt ist die Johanneskirche.

Im Alter nicht allein sein, dennoch Freiraum zu haben und die eigene Privatsphäre nicht verlieren - das steht als Idee hinter dem Mehrgenerationen-Projekt, dessen Vorbild das schwedische Cohousing ist. Eine Wohnform, bei der Jung und Alt einander im Alltag unterstützen. Auch ein Grundstück in Kaarst hat die Cohousing-Gruppe schon im Sinn, dafür müsste allerdings der Bebauungsplan geändert werden. Gleichwohl sei man offen für andere Ideen, sagt Schmid - ob bei Grundstücken oder umbaufähigen Bestandsbauten.

(hbm)
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