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Kaarst
Zwölf Künstler gratulieren der Galeristin

Kaarst: Zwölf Künstler gratulieren der Galeristin
Brigitte Splettstößers Galerie im alten Kaarster Rathaus ist seit zehn Jahren ein Garant für die Präsentation zeitgenössischer Kunst. FOTO: Anja Tinter
Kaarst. Gleich ein Dutzend Künstler bestücken die Ausstellung, mit der Galeristin Brigitte Splettstößer das zehnjährige Bestehen ihrer Einrichtung im alten Kaarster Rathaus feiert. Jeden hat sie schon als Einzelkünstler präsentiert Von Rudolf Barnholt

Mit dem russischen Künstler Oleg Zwetkov hatte im Jahre 1995 alles begonnen: "Er war Direktor der Jugendkunstschule in Pskov, und wir haben ihn als Vater eines Austauschschülers kennengelernt", erinnert sich Brigitte Splettstößer. Die Ausstellung - übrigens bei Ikea - war ein großer Erfolg. Über die mittlerweile verstorbene Marianne Rintz kam der Kontakt zur Pfarrgemeinde St. Martinus zustande. Bis 2006 stellte Brigitte Splettstößer im Ratssaal und im Treppenhaus des früheren Rathauses die Werke diverser Künstler aus.

Der große Durchbruch kam dann vor zehn Jahren. Sie schloss mit der Pfarrgemeinde einen Mietvertrag ab - es war die "Geburtsstunde" der "Galerie Splettstößer im alten Kaarster Rathaus". Zahlreiche Künstler haben ihr seitdem die Treue gehalten. Zwölf von ihnen sind jetzt in der "Geburtstags"-Ausstellung vertreten.

Felix Droese hatte zehn Fahnen für die Kinderrechte im Neusser Hafen präsentiert. In der Schau sind jetzt zehn recht kleinformatige Arbeiten mit den Motiven der Fahnen zu sehen. Jedes Bild steht für ein Kinderrecht, die Arbeiten sind bunt wie Kinderbilder, aber voller Symbolik, die von den Erwachsenen jedoch mühelos entschlüsselt werden kann.

Irmel Droese benutzt die Puppe gern als Symbol für den Menschen. Sie stellt jetzt auch einige ihrer Fadenzeichnungen aus. Angelika Freitag ist mit Tuschezeichnungen, vor allem aber kleinen Tierskulpturen aus Draht und Gaze vertreten, es sind pferdeähnliche Wesen. Licht und Bewegung ist unübersehbar das Thema von Anne Kolvenbach. Schwarze grafische Elemente bringen eine gewisse Ordnung in diese bewegten Bildwelten.

Jón Thor Gíslasons Arbeiten, in deren Mittelpunkt elfenähnliche Wesen stehen, ist heller geworden. Was geblieben ist, sind die Akzente in Leuchtfarben. Marianne Reiners-Maaz zeigt ihre Gesichtsausschnitte - Aquarelle auf Steinpapier. Renate Hoffmann-Korth verbindet Zeichnerisches mit Schrift und streut auch noch Rosen mit ein in ihre Fantasiewelten.

Die Farbmaterialbilder stammen von Erika Maria Riemer-Sartory. Dunkle, warme Töne und geometrische beziehungsweise kubistische Formen sind typisch für diese Arbeiten. Michael Falkenberg präsentiert im Treppenhaus einen Holzschnitt im Format 2,50 mal 1,20 Meter. Erstaunlich, wie präzise er auf dieser großen Fläche unzählige kleine Details herausgearbeitet hat.

Ada Blochwitz zeigt ihre so typischen und damit unverwechselbaren Bilder - Thema ist nicht selten der etwas rätselhafte Bezug zwischen Mensch und Tier. Jan Wiegand ist mit kleineren Collagen vertreten - zumeist Malerei mit Scherenschnitten -, und seine Ehefrau Petra Siering zeigt eine Skulptur "Passstücke", und greift auch mit ihrer Malerei die Auseinandersetzung mit dem Raum auf.

Quelle: NGZ
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