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Kamp-Lintfort
Adventsmarkt vor der Klosterkulisse

Kamp-Lintfort: Adventsmarkt vor der Klosterkulisse
Für Erwachsene und Kinder ist der Markt am Kloster ein besonderer Anziehungspunkt. Seit 2002 findet die Veranstaltung statt. FOTO: Dieker, Klaus
Kamp-Lintfort. Zum vorweihnachtlichen Markt pilgerten 4000 bis 5000 Besucher auf den heiligen Berg. Die Menschen schätzen das besondere Ambiente des Ensembles, das sie diesmal bei kühler, aber trockener Witterung genossen. Von Peter Gottschlich

Die Besucher schienen auf ein Wochenende ohne Schnee oder Regen gewartet zu haben. "Sie haben diesmal dem Kamper Adventsmarkt entgegen gefiebert", stellte Ulrike Kaufmann fest, die seit 2014 mit anderen Aktiven jedes Jahr hinter dem Stand des Fördervereins der Christuskirche steht, um Marmelade zu verkaufen und für das evangelische Gotteshaus zu werben. "Endlich einmal ein Adventswochenende, an dem es trocken und kühl ist - und das vor der Kulisse der Klosterkirche." So strömten am Samstag und Sonntag geschätzte 4000 bis 5000 Besucher auf den Abteiplatz.

"Viel mehr dürften es gar nicht sein, sonst gibt es an den Ständen Gedränge", meinte Ludwig Karthage als erster Brudermeister der St.-Josef-Schützenbruderschaft Kloster Kamp, die den Markt am dritten Adventswochenende organisiert. "Gedränge wollen die Besucher genauso wenig wie die Ehrenamtlichen in den Ständen."

Damit nicht noch mehr Besucher kommen, bewirbt die Bruderschaft den Adventsmarkt nicht. Dennoch gehört er "mit dem Barbaramarkt zu den schönsten vorweihnachtlichen Märkten am Niederrhein", wie Pfarrer Karl Josef Rieger bei der Eröffnung sagte. Zum einen liegt das an der Kulisse des Klosters, das in der Dunkelheit beleuchtet ist, und an den historischen Gebäuden um den Abteiplatz, die ein Gefühl von Geborgenheit erzeugen. "Das Ambiente stimmt einfach", meinte Jochen Brandt. Der Inhaber von Floristik Brandt am Dachsberg bot rostige Kunstobjekte an. "Wir verdienen nichts daran", erzählte er. "Der Gewinn wird gespendet. Wir kommen trotzdem jedes Jahr wieder, weil es für uns eine gute Werbung ist."

Dieser ideelle Grundsatz, sich in 23 Hütten freiwillig einzubringen, ist die zweite Besonderheit des Kamper Adventsmarktes, zu dem seit 2002 Besucher pilgern können. Von denen kommen die ersten schon eine Stunde, bevor der Markt am Samstag gegen 14 Uhr öffnet, um dem Andrang in den frühen Abendstunden zu umgehen. "Wir treffen viele Bekannte", berichtete Edith Catrein-Diering, die mit ihrem Mann Kersten in der Hütte des Bienenzuchtvereins Vierquartieren stand, um Honig, warmen Met mit Schuss oder Bienenwachskerzen anzubieten. "Sie zeigen Vorfreude auf Weihnachten."

Die Organisatoren unterstützen diese Vorfreude, zum Beispiel mit einer offenen Kaninchenwiese, auf der kleine Kinder die kleinen Vierbeiner streicheln können, wie nebenan auf einer kleinen Wiese Schafe. Oder sie laden Solisten und Musiker ein, die klassische und moderne Weihnachtslieder vortragen, wie der Posaunenchor Hoerstgen und das Rheinberger Blasorchester Niederrhein.

Wie in den Vorjahren fließt der ein Teil des Gewinns dem Verein Hilfe für Copceac zu, der in dieser moldawischen Stadt Kinder- und Sozialprojekte unterstützt, und dem Verein Solwodi, der Frauen aus der Prostitution holt. Zudem erhält der Cari-Treff am Rathausplatz Geld, um den Boden zu erneuern. Außerdem bekommt der Neukirchen-Vluyner Verein "Bildung für Togo" Unterstützung. Nach den vergangenen Adventsmärkten konnte die Bruderschaft immer mehr als 10.000 Euro an Erlös für den guten Zweck verteilen.

Quelle: RP
 
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