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Kamp-Lintfort
Alemannia braucht neues Vereinshaus

Kamp-Lintfort: Alemannia braucht neues Vereinshaus
Die Stadt Kamp-Lintfort hat 2008 beschlossen, die Sportanlage Kamp in zwei Bauabschnitten vollständig zu sanieren. Tennenplatz und die leichtathletischen Anlagen sind bereits hergerichtet. Jetzt geht es den Neubau des Clubhauses. FOTO: Stoffel
Kamp-Lintfort. Die Stadt plant den Neubau des Vereinshauses des SV Alemannia Kamp. Das Tanzzentrum Niederrhein soll dort neue Räumlichkeiten erhalten. Der Sportausschuss befasst sich heute mit dem Beschlussentwurf der Verwaltung. Von Anja Katzke

Die Fußballer, Tennisspieler und Leichtathleten des SV Alemannia Kamp benötigen ein neues Vereinsgebäude. Das ist seit 2013 klar, als die Stadtverwaltung die Substanz der Bestandsgebäude prüfen ließ - mit dem Ergebnis, dass eine Sanierung wohl unwirtschaftlich ist. Heute befasst sich der Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur mit den von der Verwaltung vorgelegten Neubauplänen am Fuße des Kamper Berges. Die Verwaltung schlägt vor, dass auch das neu gegründete Tanzzentrum Niederrhein dort eine neue Heimstatt findet.

In einem ersten Bauabschnitt ließ die Verwaltung bereits 2014 den Tennenplatz und die leichtathletischen Anlagen auf dem Sportgelände von Alemannia Kamp sanieren. Für den Neubau des Vereinsheimes wurde das Architekturbüro Formfactum aus Bedburg-Hau mit der Erarbeitung eines Entwurfs beauftragt, der zur heutigen Ausschusssitzung den Politikern vorliegt.

Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben belaufen sich laut Verwaltungsvorlage auf rund 3,1 Millionen Euro, davon entfallen rund 2,1 Millionen Euro auf die baulichen Bedürfnisse des Spielvereins Alemannia. Er benötige vier Fußball-, zwei Tennis- und zwei Leichtathletikumkleiden mit jeweils separaten WC- und Duschräumen. Platz wird außerdem für einen Raum für Schiedsrichter, Vereinsbüros, Lagerflächen und Besprechungsraum benötigt.

Wie bereits berichtet, soll auch das Tanzzentrum Niederrhein mit seinen 600 Mitgliedern einen neuen Standort an der Rheurdter Straße finden. Das Zentrum ist durch die Fusion des Tanzclubs Kamp-Lintfort und des TSC Issum-Sevelen entstanden. Ersterer nutzte bislang Räume im Souterrain der Grundschule an der Eyller Straße.

Diese Räume werden jetzt aber für den Offenen Ganztag der Schule benötigt. Die Stadt hat dem Club bereits zum 31. Dezember dieses Jahres gekündigt. Wie aus der Vorlage zum heutigen Ausschuss hervorgeht, soll die Weiternutzung so lange geduldet werden, bis neue Räume zu Verfügung stehen. Der Tanzclub wünscht sich im Rahmen des Neubaus einen Tanzsaal, der in zwei einzelne Säle geteilt werden kann, einen Mehrzweck- und einen Lagerraum. Wie die Verwaltung zur heutigen Sitzung mitteilt, wird das Tanzzentrum Niederrhein die Finanzierung der dazu notwendigen Investitionskosten selbst tragen.

Die Stadt hatte dem Tanzzentrum laut Vorlage in Gesprächen verdeutlicht, dass es keine städtischen Finanzmittel für Ersatzräume zur Verfügung stünden. Die Mitglieder sind bereit, die Baukosten selbst zu tragen. Das hatten die Vereinsvorsitzenden Wolfgang Sturmeit und Hans Schwerdtfeger bereits Anfang Januar deutlich gemacht, als sie das Vorhaben erstmals öffentlich vorstellten. Wie aus der Vorlage der Verwaltung hervorgeht, soll der nötige Betrag über die Miete, die das Tanzzentrum Niederrhein zahlt, refinanziert werden. Errechnet wurde eine monatliche Kaltmiete von 2750 Euro. Auch Alemannia Kamp muss einen Betrag leisten.

Der Sportverein soll die Kosten für Abriss und Entsorgung des alten Vereinsheimes, des Glasanbaus, der Tennisgebäude und der Garagen tragen. Auch die Gastronomie, die auf Alemannia Kamp neu entstehen soll, ist heute Thema in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Sport und Kultur. Er tagt um 15 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Kamp-Lintforter Rathauses.

Quelle: RP
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