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Kamp-Lintfort
Altsiedlung soll dank Laga aufblühen

Kamp-Lintfort: Altsiedlung soll dank Laga aufblühen
Die Altsiedlung (hier an der Ebertstraße) entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts und soll größte Zechensiedlungen im Land sein. FOTO: KLaus Dieker
Kamp-Lintfort. Der Förderverein möchte die Bewohner der "Kolonie" für ein bürgerschaftliches Engagement gewinnen. Bei einem ersten Treffen im Diesterwegforum gab es schon einige Ideen, wie die Siedlung noch schöner werden könnte. Von Peter Gottschlich

"Die Altsiedlung liegt am Zentrum der Landesgartenschau. Sie bekommt durch die Laga eine ungeheure Aufwertung. Sie als Einwohner können ab 2020 mit Schlappen in den Stadtpark gehen, der auf dem Bergwerksgelände entsteht." Wolfgang Roth sah die einstige Arbeiterkolonie und ihre Einwohner am Mittwochabend als die an, die von der Landesgartenschau 2020 besonders profitieren. An diesem Abend hatte der Laga-Förderverein, deren Vorsitzender er ist, zusammen mit der der Stadt und Kamp-Lintforter Integrationsagentur zu einer Auftaktveranstaltung eingeladen, um das Projekt "Altsiedlung blüht bunt" zu starten. "Sie sollen selbst aktiv werden, um die Altsiedlung und Kamp-Lintfort schöner und liebenswerter zu machen", appellierte der Laga-Fördervereins-Vorsitzende an die rund 100 Personen, die ins Diesterwegforum an der Vinnstraße gekommen waren.

Dabei hat die einstige Arbeiterkolonie schon heute einiges zu bieten, wie Bernhard Kames vom Verein Niederrhein in einem virtuellen Rundgang zeigen konnten, nachdem Moderatorin Behnaaz Jansen und Bürgermeister Christoph Landscheidt sowie Fördervereins-Vorstandsmitglied Christoph Müllmann und Wolfgang Roth begrüßt hatten. Sie sei deutschlandweit die größte zusammenhängende Arbeitersiedlung, sagte er, um dann bei seinem Rundgang einzelne Punkte anzusteuern, zum Beispiel das Alte Rathaus und den Markt, den Kindergarten Marienkirche oder das Museum "Haus des Bergmanns". Am 26. November, 15.30 Uhr, bietet er eine "Lichtertour durch die Altsiedlung" an, berichtete er.

Dann brachten sich die Bewohner der Altsiedlung ihre Ideen an vier Punkten selbst ein. An einem Punkt trugen sie Gedanken zur Zechenmauer zusammen, zum Beispiel welche Durchgänge es durch die trennende Mauer zum neuen Stadtpark geben soll und welche Teile als Erinnerung bestehen gelassen werden sollen. An einem anderen Punkt sammelten sie Vorschläge, wie Hinterhöfe anders gestaltet werden können. An einem dritten Punkt hielten sie sonstige Ideen fest, zum Beispiel wie Bürger Patenschaften für die Bepflanzung von Baumscheiben übernehmen können und wo sie Blumenampeln installieren können. An einem vierten Punkt sprachen sie über Stadtführungen.

Zu den Themen Zechenmauer, Hinterhöfe und sonstige Ideen entstanden Arbeitsgruppen, den sie Teilnehmer des Abends zuordneten. Alle drei Arbeitsgruppen vereinbarte ein nächstes Treffen. "Es ist schön, welches bürgerschaftliche Engagement sich hier entwickelt", zeigte sich Wolfgang Roth mit dem Ergebnis der Auftaktveranstaltung zufrieden.

Anmeldungen zu der "Lichtertour durch die Altsiedlung" nimmt Birgit Kames als Vorsitzende des Vereins Niederrhein entgegen, Telefon 02842 719985.

Quelle: RP
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