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Kamp-Lintfort
Angelika Sturmeit gibt ihr Geschäft "Romantik" auf

Kamp-Lintfort. Das Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft möchte sich mehr auf andere Aufgaben und Vorhaben konzentrieren. Von Anja Katzke

Die Ankündigung, ihren "Laden für schöne Dinge" an der Moerser Straße 277 aufzugeben, hat für großes Bedauern gesorgt. Dabei habe es sich, sagt Angelika Sturmeit, einfach so ergeben. "Der Mietvertrag läuft aus, und mein Mann geht nächstes Jahr in Pension", sagt die gelernte Einzelhandelskauffrau. 2015 feierte sie noch das 15-jährige Bestehen von "Romantik" in Kamp-Lintfort. "16 Jahre sind genug", erklärt Sturmeit.

Die gebürtige Kamp-Lintforterin absolvierte ihre Ausbildung bei Eisen Atzor in Kamp-Lintfort. "Das Unternehmen gab es in Kamp-Lintfort 100 Jahre lang." Später wechselt sie zu "Romantik" in Moers, wo sie 20 Jahre lang beschäftigt war. "Als die Eigentümer das Geschäft geschlossen haben, habe ich den Laden übernommen." Die Wiedereröffnung war jedoch nicht in Moers, sondern in ihrer Heimatstadt.

"Wir haben das Geschäft an der Moerser Straße 277 mit den großen Schaufenstern entdeckt und gleich zugeschlagen", erzählt die 58-Jährige, die sich mit der Selbstständigkeit einen Kindertraum erfüllt hatte. In Kamp-Lintfort umgab sie sich mit den "schönen Dingen", insbesondere Geschenkartikeln und Dekoratives für die Wohnung. Damit ist am 31. Juni Schluss. Schon heute macht Angelika Sturmeit im Schaufenster auf den Räumungsverkauf aufmerksam. "Viele Kunden kommen ins Geschäft und sagen: 'Oh, wie schade'", erzählt die Geschäftsfrau und ist gerührt: "Es sind vor allem ältere Kunden, die gern auf ein Gespräch vorbeikommen." Doch auch in den sozialen Medien löste die Ankündigung schnell Bedauern aus.

"Klar, werde ich es auch vermissen", sagt Sturmeit, die dem Vorstand der Werbegemeinschaft in Kamp-Lintfort angehört. "Ich habe aber noch so viel vor." In der Werbegemeinschaft will sie weiterhin im Vorstand aktiv bleiben und sich in die Planung und Realisierung der Veranstaltungsreihen wie "Kunst & Genuss" sowie "Halloween" einbringen. "Ich werden zukünftig viel mehr Zeit haben, um solche Ideen und Veranstaltungen zu planen und zu realisieren", sagt die Geschäftsfrau, die sich aber genauso auf mehr Zeit im eigenen Garten, für das Fotografieren als Hobby und für Tanzzentrum Niederrhein freut. Dort ist sie für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. "Ich kann dann wieder unterrichten. Dafür hatte ich die ganzen Jahre über keine Zeit", sagt Angelika Sturmeit. Bis Ende Juni soll das Geschäft leer und alles abverkauft sein. "Nächste Woche hole ich die Weihnachtsware raus, die noch nicht abverkauft ist", erzählt Angelika Sturmeit.

Quelle: RP
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