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Kamp-Lintfort
Asdonkshof: Seit 20 Jahren in Betrieb

Kamp-Lintfort: Asdonkshof: Seit 20 Jahren in Betrieb
Peter Bollig, Geschäftsführer des Abfallentsorgungszentrums Asdonkshof, zeigte René Schneider das Modell der Anlage, die vor zwei Jahrzehnten ihre Tätigkeit zum ersten Mal aufnahm. FOTO: Christoph Reichwein
Kamp-Lintfort. Das Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof besteht seit 1997. Der runde Geburtstag soll im September gefeiert werden. Gestern besuchte der Landtagsabgeordnete René Schneider die Anlage. Von Jutta Langhoff

Die Müllabfuhr, für viele Bürger ist sie eine selbstverständliche Sache. Doch wo landen unsere Plastiktüten, Küchen-, Garten- oder Papierabfälle eigentlich, nachdem sie in den großen, regelmäßig vorbeikommenden Müllentsorgungswagen verschwunden sind? Im Kreis Wesel ist das leicht zu beantworten. Das meiste, was in den dortigen 13 Kommunen an Müll eingesammelt wird, kommt ins Abfallentsorgungszentrum (AEZ) Asdonkshof in Kamp-Lintfort und wird dort entweder verbrannt oder findet mehr oder weniger aufbereitet weitere Verwendung. 20 Jahre ist es jetzt her, dass das AEZ zum ersten Mal seine Tätigkeit aufnahm.

Inzwischen werden dort jährlich rund 350.000 Tonnen Hausmüll verbrannt, 30.000 Tonnen Qualitätskompost erzeugt und für knapp 1,5 Millionen Euro recycelbare Metallrückstände gewonnen, um nur einige Ziffern zu nennen. Das und der 20-jährige Geburtstag war für den Kamp-Lintforter SPD-Landtagsabgeordneten René Schneider ein Grund, der Müllverbrennungsanlage am Montag einen gut 90-minütigen Informationsbesuch abzustatten und sich von dessen Geschäftsführer Peter Bollig über die Auswirkungen des neuen nordrhein-westfälischen Abfallwirtschaftsplanes, sowie die derzeitige Geschäftslage des Unternehmens und die zukünftige Gebührenentwicklung informieren zu lassen.

Dabei konnte Peter Bollig zu allen drei Punkten überwiegend Positives berichten. So seien inzwischen elf der 13 Kommunen an die allgemeine Bioabfallentsorgung angeschlossen, und auch die mit dem Kreis Viersen vereinbarte Umwandlung eines Teils der Bioabfälle in qualitativ hochwertigen Kompost funktioniere gut. Dennoch, so bedauerte er, würden viele Biotonnen noch immer auch mit normalem Hausmüll gefüllt, was die Entsorgung des Inhalts um mehr als das Doppelte verteure, und damit auf Dauer zu einer zwangsläufigen Erhöhung der allgemeinen Müllentsorgungsgebühren führen könne.

Als uneingeschränkt erfreulich beschrieb er dagegen die Gewinne aus den häuslichen Papiersammlungen. Ihr Verkaufserlös betrug im letzten Jahr rund drei Millionen Euro, über deren Verteilung der Weseler Kreistag zu bestimmen hat.

Die ebenfalls im letzten Jahr erwirtschafteten 1,5 Millionen Euro aus der Rückgewinnung metallischer Hausmüllbestandteile bleiben jedoch zur Deckung betriebsinterner Kosten und Investitionen im AEZ. Mehr über die Arbeit des Kamp-Lintforter Abfallentsorgungszentrums Asdonkshof erfahren rund 100 geladene Gäste aus den regionalen Kommunen heute beim zweiten "regionalen Partnertag" des AEZ.

Die öffentliche 20. Geburtstagsfeier der Müllverbrennungsanlage Asdonkshof für jedermann findet am 16. September ab 18 Uhr auf deren Gelände an der Graftstraße 25 statt.

Quelle: RP
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