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Kamp-Lintfort
Auf den Spuren der Zisterzienser-Architektur

Kamp-Lintfort. Quer durch Europa folgt Reinhard Bergmann seit Mitte der 1980er Jahre den klösterlichen Spuren der Zisterzienser. Auf seinen Studienreisen zum Beispiel nach Frankreich, Schottland, Belgien und Polen fertigte der Künstler, dessen Markenzeichen die Farbe Orange ist, Skizzen der sakralen Bauwerke an, die er schließlich in Öl auf die Leinwand bannte. So entstand im Laufe der Zeit ein großer Gemäldezyklus über die Zisterzienser-Architektur, den man im Schatten des Kloster Kamps so noch nie gesehen hat. Eine Auswahl der Arbeiten ist ab Samstag, 27. August, 15.30 Uhr im Museum Kloster Kamp zu sehen. Von Anja Katzke

Die Zisterzienser waren fleißige Baumeister, die von Frankreich bis Polen viele Tochterklöster gründeten. "Wenn man die Nonnen-Klöster hinzuzählt, kommt man auf etwa 1000 Klöster", weiß Reinhard Bergmann, der sich auch bestens in der Geschichte der Zisterzienser auskennt. Der Künstler aus Weißenfels hat bislang 200 bereist: Tintern-Abbey in Wales, Isenhagen in Niedersachsen, San Galgano in der Toskana und Schulpforta in Sachsen-Anhalt sind nur vier von insgesamt 200 besuchten Klöstern. Die sakralen Bauwerke, vielfach sind es nur noch Ruinen, sind bis ins kleinste Detail realistisch dargestellt. Am liebsten sind Bergmann die Bauten aus der Romanik mit den schön geschwungenen Bögen. "Diese Stil-Epoche interessiert mich sehr", sagt Bergmann, der sich einen Namen als "Orangemaler" gemacht hat.

Und das hat seinen Grund: Orange findet sich in den Bildern des Künstlers am Himmel als vorüberziehende Wolken und in der Natur, die die abgebildeten Klöster umgibt, wieder. Selbst die Bilderrahmen sind in Orange gehalten. Das Kloster Kamp hat Reinhard Bergmann erst im März dieses Jahres gezeichnet. Der Künstler begeistert sich aber nicht nur die Architektur der Klöster. Er hat sich generell auf Architekturmalerei des Mittelalters spezialisiert: Burgen, Schlösser und seit einiger Zeit auch die Schauplätze der Nibelungensage sind für ihn Motive. Der Künstler hat ein Herz für die Arbeit des Geistlichen und Kulturellen Zentrums. Von allen Bildern, die während der Ausstellungszeit verkauft werden, erhält die Einrichtung 70 Prozent der Kaufsumme.

Quelle: RP
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