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Kamp-Lintfort
Bärbel Bird ist bei Land & Lecker dabei

Kamp-Lintfort: Bärbel Bird ist bei Land & Lecker dabei
Bärbel Bird inmitten der Bruderküken: Die Brüder der Legehennen werden auf dem Biolandhof Frohnenbruch großgezogen. Das kommt nicht sehr oft vor, da es den meisten Betrieben zu unwirtschaftlich ist. Die Bruderhähnchen sind auch Teil ihres Menüs für "Land & Lecker". FOTO: Klaus Dieker
Kamp-Lintfort. Wenn der historische Bus ab dem 5. September im WDR-Fernsehen durchs Land rollt, dann fährt auch Bärbel Bird vom Biolandhof Frohnenbruch in Hoerstgen mit. Ausstrahlungstermin ihrer Folge ist am Montag, 26. September. Von Anja Katzke

Bunter Salat von den Ackerhelden mit einer Bruderhahnkeule, gefüllt mit einer Avocado-Creme à la Eva, Rinderbraten mit Kräutern, medium gegart, mit Spätzle und Gemüsespaghetti, und zum Dessert Eispraline mit Himbeer- und Heidelbeerparfait. Ganz klar: Bärbel Bird will ihre "Land & Lecker"-Reisebegleiterinnen mit ihrem Menü überzeugen. Ob es der Hoerstgenerin, die mit ihrem Ehemann Klaus den Biolandhof Frohnenhof betreibt, gelungen ist, erfahren die Zuschauer in der neuen Staffel der WDR-Serie. Fünf Tage lang hat das Fernsehteam auf ihrem Hof gedreht. Es sei eine spannende Zeit gewesen, erzählt Bärbel Bird, die gelernte Restaurantfachfrau und Fleischermeisterin ist. "Es ist ein sehr schönes Format. Und ich konnte viel von unserem Betrieb zeigen."

Dazu gehören zum Beispiel die "Ackerhelden", die nebenan auf einem Feld der Birds eigenes Obst und Gemüse anpflanzen, die Rinderhaltung auf dem Biolandhof sowie das aktuelle Herzensthema der Landwirte aus Hoerstgen: die Bruderküken der Legehennen, die andernorts noch immer der gängigen Eierproduktion zum Opfer fallen, weil es zu unwirtschaftlich ist, sie aufzuziehen. "Wir ziehen auch die männlichen Küken seit eineinhalb Jahren auf und verkaufen sie als Bio-Brathähnchen in unserem Hofladen auf Frohnenbruch. Im Gegenzug ist das Ei teurer geworden. Doch die Kundschaft hat das in Kauf genommen", freut sich die Landwirtin, die selbst gerne "Land & Lecker", die Bustour zu verschiedenen Höfen in Nordrhein-Westfalen, im Fernsehen angeschaut hat.

"Ich wurde auch schon mehrfach angefragt, aber bisher hatte es nie richtig gepasst." Schließlich müsse auch die Familie mitspielen. Tochter Eva hat sich bereiterklärt, ihrer Mutter als Küchenhilfe zur Verfügung zu stehen. Mehr noch: Die Rezept-Idee für die Avocado-Creme steuerte die Tochter bei. Dass Bärbel Bird ausschließlich Produkte vom eigenen Hof verarbeitete, war Ehrensache: "Mir war vor allem wichtig zu zeigen, dass es nicht immer Filet sein muss. Das kann jeder." Deshalb servierte sie ihren Gästen einen Rinderbraten, wie ein Roastbeef, nämlich Medium gegart.

Kochen ist eine der vielen Leidenschaften der Hoerstgenerin. "Ich koche, tanze, singe und bastle. Leider fehlt mir meistens die Zeit", bedauert sie lächelnd. Das Kochen habe sie von ihren Eltern gelernt, erzählt Bärbel Bird. "Man guckt zu und hilft mit." Sie selbst koche aber nicht nach Rezept. "Ich bin eher eine Bauch-Köchin." Die Dreharbeiten auf dem eigenen Hof, die bereits im Juni stattfanden, hätten ihr großen Spaß gemacht. "Es war ein tolles Kamerateam, und wir mussten einzelne Szenen gar nicht oft wiederholen." Der Austausch mit anderen Landwirtinnen sei ebenfalls spannend gewesen. "Man lernt andere Betriebe kennen. Wir haben uns nicht nur miteinander austauschen können, es sind auch nette Freundschaften entstanden."

"Land & Lecker" startet am Montag, 5. September, im WDR-Fernsehen. Die Folge mit Bärbel Bird wird am 26. September um 20.15 Uhr ausgestrahlt.

Quelle: RP
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