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Kamp-Lintfort
Blumige Werbung für die Gartenschau

Kamp-Lintfort: Blumige Werbung für die Gartenschau
Hermann Timmerhaus (RAG Immobilien), Bürgermeister Christoph Landscheidt und Andreas Iland (Amt für Wirtschaftsförderung) werben mit Sonnenblumensamen-Tütchen für die Laga. Landscheidt trägt ein Laga-T-Shirt (erhältlich im Sportpalast), im Hintergrund ein Werbeplakat, das demnächst an den Stadteingängen zu sehen sein wird. FOTO: crei
Kamp-Lintfort. Am Dienstag findet die zweite Arena zur Landesgartenschau in Kamp-Lintfort statt. Der Laga-Song wird dort vorgestellt. Von Josef Pogorzalek

Die Bewerbung Kamp-Lintforts um die Landesgartenschau bekommt endlich einen eigenen musikalischen Sound. Das lange angekündigte Laga-Lied wird in der nächsten Woche vorgestellt. Die Agentur Passepartout, die der Stadt bei der Bewerbung hilft, hat eine Melodie, eine Strophe sowie einen Refrain bei Profis in Auftrag gegeben. Das Ergebnis ist bei der zweiten Arena zur Landesgartenschau in der Stadthalle zu hören.

Im Rahmen eines Workshops des Jugend-Kulturvereins ka-LIBER werden Jugendliche unter professioneller Leitung weitere Strophen des Liedes dichten. Der komplette Song wird am 8. August bei der Beachparty im Panoramabad Premiere feiern. Bürgermeister Christoph Landscheidt hofft, dass viele, viele Kamp-Lintforter es in einem improvisierten Chor schmettern. Danach soll das Lied möglichst oft erklingen - zum Beispiel auch beim Besuch der Bewertungskommission in der Stadt im Oktober.

Laga-Mitbewerber Bad Honnef hat längst ein Lied vorgelegt. Doch die Konkurrenz, darunter auch die Stadt Herne, macht dem Team um Bürgermeister Christoph Landscheidt keine großen Sorgen. "Wir glauben, dass wir ganz gut im Rennen liegen", sagte Landscheidt gestern. Nicht zuletzt dank einer großen Unterstützung durch die Kamp-Lintforter. Der Laga-Förderkreis zähle inzwischen 320 Mitglieder. Weitere Unterstützer sind willkommen. "Das bürgerschaftliche Engagement ist ein Kriterium für die Bewertung", sagte Hermann Timmerhaus, RAG Immobilien.

Den Stand der Bewerbung wird am Dienstag das Planungsbüro Scheuvens und Wachten vorstellen. Es gibt kleine Änderungen im Konzept. So soll es nur noch einen Haupt-Anlaufpunkt/Parkplatz für Besucher geben, und zwar am Haupteingang der Gartenschau am Zechengelände. Dort wird ein temporärer Parkplatz angelegt, der den angrenzenden ehemaligen Werksparkplatz ergänzt. Dadurch wollen die Organisatoren den Gästen "kurze Wege" ermöglicht werden.

Der Wandelweg bleibt Fußgängern vorbehalten, für Radfahrer, E-Bikes oder Segways werden Wege ausgeschildert. Zudem wird ein Bus-Shuttle im Viertelstundentakt die Laga-Standorte Bergwerk und Kloster Kamp verbinden. Die Planer haben Ideen aus der Bürgerschaft für den Wandelweg aufgegriffen. So könnten Cross-Boccia oder Slacklines das Angebot der Trendsportfläche am Weg erweitern.

Das Kölner Büro Compass hat im Auftrag der Stadt das Besucherpotenzial ermittelt. Im Einzugsbereich von bis zu zwei Stunden Fahrzeit rund um Kamp-Lintfort leben 31 Millionen Menschen, die Landesgartenschauen der vergangenen zehn Jahre hatten zwischen 500 000 und eine Million Besucher. Kamp-Lintfort will vorsichtig mit 564 000 Gästen kalkulieren, obwohl viele mehr möglich seien. Die Stadt könne mit der ehemaligen Industriekultur, der Hochschule und dem Kloster viele verschiedene Zielgruppen locken, sagte Andreas Iland vom Amt für Wirtschaftsförderung. Als Budget für das Marketing rund um die Laga werden 800 000 Euro veranschlagt.

Am 1. September wird die Stadt ihre Bewerbung abgeben. NRW-Umweltminister Johannes Remmel wolle sie persönlich entgegennehmen, sagte der Bürgermeister.

Quelle: RP
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