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Kamp-Lintfort
Bürger reden mit übers Rathausquartier

Kamp-Lintfort: Bürger reden mit übers Rathausquartier
Matthias Funk vom Büro Scape (weißes Hemd) erläuterte interessierten Bürgern gestern in der Planwerkstatt, die in der Begegnungsstätte Kalinko untergebracht war, die Pläne für den Umbau des Rathausquartieres. FOTO: Klaus Dieker
Kamp-Lintfort. Die Pläne für das neue Rathausquartier nehmen immer mehr Gestalt an. Wie das Viertel aussehen könnte, das stellte die Stadt am Montag im Rathaus vor. Gestern konnten sich die Bürger in der Begegnungsstätte Kaliko informieren. Von Anja Katzke

Lieselotte Bae studiert die Pläne, die in der Begegnungsstätte "Kaliko" hängen, genau: Während vor der Tür geschäftiges Wochenmarkt-Treiben herrscht, interessiert die Kamp-Lintforterin vor allem die Parkplatz-Situation im künftigen Rathausquartier. "Wir haben ja am Haus keine eigene Stellfläche", erzählt sie Arne Gogol, der im städtischen Planungsamt tätig ist. "Schon heute findet man dienstags, wenn Markt ist, keinen Platz mehr." Das Parken ist für viele Bürger, die in der Innenstadt leben, ein wichtiges Thema. Das zeigte auch die Bürgerinformation, zu der Bürgermeister Christoph Landscheidt bereits für den Montagabend ins Rathaus eingeladen hatte. Hintergrund: Das City-Parkhaus an der Markgrafenstraße wird im Rahmen der Neugestaltung abgerissen.

Einmal davon abgesehen, erfuhr die Verwaltung aber großen Zuspruch für ihr Vorhaben, dem Rathausquartier ein neues Image und eine neue Adresse zu geben. Die vorliegende Entwurfsplanung umfasst das Gebiet um die Bunten Riesen an der Markgrafenstraße, die neue Mediathek im Rathaus-Center und die Fußgängerzone am Rathaus. Das Rathaus-Quartier soll vor allem Wohnviertel werden, in dem unterschiedliche Wohnraumangebote gemacht werden. Der Zeitplan steht: Schon in diesem Herbst sollen die Bunten Riesen abgerissen werden. Dort wohnen noch etwa 20 Kamp-Lintforter, die von der Grafschafter Diakonie bei der Suche nach einer Wohnung unterstützt werden. Die Häuser werden aktuell auch noch zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Der erste Bauabschnitt für das neue Rathausquartier soll ab dem Frühjahr, der zweite ab Herbst 2017 in Angriff genommen werden. Der Park, der sich zwischen Rathaus und der neuen Bebauung erstrecken wird, soll ab 2019 realisiert werden. "Wir gehen davon aus, dass wir zur Landesgartenschau 2020 fertig sein werden", betonte der Bürgermeister am Montagabend im Rathaus. Die Stadt ist mit drei Investoren im Gespräch, darunter ist der Awo-Kreisverband Wesel, der seniorengerechte Wohnungen bauen möchte. Zwei der drei Investoren, können es sich laut Planungsamtsleiterin Monika Fraling gut vorstellen, jeweils etwa 50 Wohneinheiten zu schaffen. Etwas schwieriger gestalten sich die Planungen am Terrassenhaus, das stehen bleiben wird. Die meisten der 18 Einzeleigentümer haben sich gegen einen Verkauf ausgesprochen. Das muss in den städtischen Planungen berücksichtigt werden.

Viele Kamp-Lintforter interessiert es, was aus dem Wilhelmsplatz und dem Wochenmarkt wird. In der Planung war unter anderem angedacht worden, den Wilhelmsplatz wieder in seine ursprüngliche Form zu bringen. Stadtplanerin Monika Fraling teilte mit, dass die Überlegungen noch nicht am Ende seien. Für den Wochenmarkt, der aktuell auf dem Rathausplatz stattfindet, gibt es zurzeit drei Varianten: Er könnte auf dem Platz vor dem Ek3, auf dem Prinzenplatz oder im seitlichen Bereich des jetzigen Rathauseingangs stattfinden. Gestern Morgen hatten die Bürger die Gelegenheit, im Rahmen einer Planwerkstatt an den Überlegungen für das Rathausfeld mitzuarbeiten. Die Unterlagen sind darüber hinaus bis zum 24. Juni im Planungsamt der Stadt Kamp-Lintfort einzusehen.

Quelle: RP
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