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Kamp-Lintfort
Kamp-Lintforter ist bereit für Bundestag

Bundestagswahl 2017: Kamp-Lintforter ist bereit für Bundestag
Das rote Wahlkampf-Auto ist zurzeit im Dauer-Einsatz. Es gehört dem SPD-Stadtverband und chauffiert aktuell Jürgen Preuß. FOTO: A. Katzke
Kamp-Lintfort. SPD-Kandidat Jürgen Preuß ist in die heiße Wahlkampfphase gestartet. Der Kamp-Lintforter, der sich erstmals um das Mandat bewirbt, setzt auf Hausbesuche. Am 18. September trifft er Außenminister Sigmar Gabriel in Wesel. Von Anja Katzke

"Ich habe ein Ziel vor Augen. Und das ist der 24. September", sagt Jürgen Preuß. Gestern hat der Kamp-Lintforter Sozialdemokrat und Fraktionsvorsitzende im Stadtrat für sich die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs eingeläutet. Rund 150.000 Flyer sind gedruckt, die Homepage ist online. Die ersten 200 Hausbesuche bei Bürgern im Wahlkreis Wesel I (dazu gehören Kamp-Lintfort, Rheinberg, Alpen, Sonsbeck, Xanten, Hünxe, Voerde, Wesel, Schermbeck sowie Wesel) sind schon absolviert.

"Es macht mir Spaß", sagt Preuß, der seit dem Jahr 2000 beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste beschäftigt ist. Der Sozialdemokrat hat sich jetzt erst mal vier Wochen Urlaub genommen, um in seinen Wahlkampf einsteigen zu können. "Anschließend bin ich für weitere vier Wochen unbezahlt freigestellt", betont der Kamp-Lintforter Bundestagskandidat. "Mein Terminkalender ist voll." Bekanntmachen, das ist jetzt seine Devise. "Ich bin ja sozusagen neu in dem Metier und muss mich vorstellen."

"Typisch Niederrhein" hat Jürgen Preuß zu seinem Wahlkampf-Motto ausgerufen. "Das steht ja für Bodenständigkeit und Verlässlichkeit", erklärt er und macht klar, dass er voll und ganz hinter der SPD-Bundeskampagne "Zeit für mehr Gerechtigkeit" steht. In seinem Wahlkampf setzt er allerdings nicht mehr so stark auf die Infostände auf Marktplätzen. Das ist sicherlich auch eine Lehre, die er und sein Wahlkampfteam aus der Landtagswahl im Mai gezogen haben, als sein Parteigenosse René Schneider am Wahlabend lange um sein Landtagsmandat zittern musste, bis dann klar war, dass er es geschafft hatte.

Preuß möchte "massiv" Haustür-Wahlkampf betreiben, den Menschen im Gespräch begegnen. "Ich habe darauf schon positive Rückmeldungen bekommen. Die Leute wollen angesprochen werden - und man kann dabei auch Schönes und Lustiges erleben. Als ich bei einer Dame angeklingelt hatte, um ihr meinen Flyer zu überreichen, zückte sie ein Traktat der Zeugen Jehovas und meinte lediglich: Austausch." Themen, sagt er, habe er genug, die er vom Niederrhein nach Berlin transportieren möchte. Dabei will er die Besonderheit seines Wahlkreises nicht aus dem Blick verlieren. "Es darf weder der ländliche Raum abgehängt noch der Strukturwandel vernachlässigt werden", sagt der Kandidat und betont, dass Letzteres nicht nur Kamp-Lintfort betreffe. "Ich habe zum Beispiel die Alu-Hütte in Voerde besucht. Es ist ein hochenergie-intensives Unternehmen mit 500 Industriearbeitsplätzen, das vom Erneuerbare-Energien-Gesetz betroffen ist."

Auch von den Einladungen in die Städte und Gemeinden des Wahlkreises habe er etliche Themen mitgenommen, um die er sich kümmern wolle. "In Alpen gibt es Probleme mit dem Glasfaserkabel. Dort sind die Arbeiten offenbar nicht vernünftig durchgeführt worden", berichtet Preuß. Und in einer anderen Gemeinde gebe es Ärger um Durchfahrtsgeschwindigkeiten. Es sei ihm darüber hinaus wichtig, dass in den Dörfern seines Wahlkreises der tägliche Bedarf nicht für die Bewohner zur Herausforderung werde. "Das betrifft das Einkaufen ebenso wie der öffentliche Nahverkehr, die medizinische Versorgung und der vernünftige Mix an Arbeit. Preuß wird in den nächsten Wochen weitere Vereine und Unternehmen besuchen. In den nächsten Tagen trifft er auf den PPP-Tagen in Wesel ehrenamtlich tätige Menschen.

Unterstützt wird Preuß von einem 15 Leute starken Wahlkampf-Team, darunter auch Bürger, die nicht der SPD angehören - wie zum Beispiel Edgar Stary aus Kamp-Lintfort. "Ich war begeistert, als Martin Schulz Kanzlerkandidat wurde, weil er sich in Europa auskennt. Und Jürgen Preuß haben ich als jemanden kennengelernt, der nah bei den Menschen ist." Am 18. September bekommt der Kamp-Lintforter prominente Wahlkampf-Unterstützung. In Wesel trifft er mittags Sigmar Gabriel auf dem großen Markt.

Mehr über den Kandidaten im Internet unter www.juergenpreuss.de

Quelle: RP
 
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