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Moers
Bunter Empfang

Moers: Bunter Empfang
Klaus Deuter, Udo Lohmann, Armin Mesenhol, Norbert Klessa, Axel Schmitz (v.l.) und Stephanie Winkendick wollen der Bewertungskommission an der neuen Hochzeitswiese einen schönen Empfang bereiten. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Die Kamp-Lintforter machen ihrem "Ja" zur Landesgarten-schau alle Ehre. Zum Beispiel: Stephanie Winkendick und ihre fünf Mitstreiter. Sie bereiten derzeit viele Aktionen für den Jury-Empfang im Oktober vor.

Stephanie Winkendick und ihre fünf Kamp-Lintforter Mitstreiter sind auf einen einzigen Tag im Oktober fokussiert: Es ist der Tag, an dem die Bewertungskommission in die Stadt kommen wird und sie auf ihre Tauglichkeit als Landesgartenschaustadt prüfen wird: "Wir werden die Mitglieder an jeder Station, an der sie Halt machen, mit Aktionen überraschen", sagt Stephanie Winkendick.

Diese Arbeitsgruppe im Landesgartenschau-Förderkreis vereint die verschiedensten Experten: Norbert Klessa ist zum Beispiel Vorsitzender des Stadtsportverbands. Klaus Deuter ist Vertreter der Mannschaft, die den Lehrstollen auf dem Bergwerk West ehrenamtlich auf Vordermann bringt. Und Udo Lohmann vertritt die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition. Unterstützt werden sie von Armin Mesenhol und Axel Schmitz, der als mehrfacher Aussteller auf Gartenschauen jede Menge Erfahrung mitbringt.

Erste Projekte sind bereits eingestielt. Eine Woche, bevor die Bewertungskommission nach Kamp-Lintfort kommt, will die sechsköpfige Gruppe mit der städtischen Einrichtung ASK einen großen Müllsammeltag veranstalten. Ideen, welche Aktionen auf dem Weg zwischen Bergwerk West über Stephanswäldchen und neuer Hochzeitswiese bis zum Kloster Kamp die Kommission überraschen sollen, gibt es zur Genüge. "Dieser Tag steht unter dem Motto Bewegung", so Norbert Klessa. Die Arbeitsgruppe schlägt beispielsweise vor, auf der Hochzeitswiese mit Strohballen einen Klettergarten für Kinder zu bauen. Außerdem stellt sie sich diverse Trimm-Dich-Spiele vor, aber auch spaßige Betätigungen wie zum Beispiel Sackhüpfen. "Radfahrer sind natürlich auch willkommen."

Und damit viele Kamp-Lintforter an diesem Tag mitmachen, will die Gruppe Kindergärten, Schulen und Vereine mit ins Boot holen. "Wir können es uns gut vorstellen, Basketball-Körbe entlang des Wandelwegs aufzustellen. "Wir sind noch in der Ideenfindung und werden ein Konzept erarbeiten, das wir der Stadt vorlegen", erläutert Stephanie Winkendick. Die Entscheidung, was gemacht wird, wird am Ende im Rathaus getroffen. "Dort trägt man die Verantwortung", sagt die Gruppe. Grünes Licht haben die Sechs für ihre Idee bekommen, knallbunte Regenschirme für die Bewertungskommission anzuschaffen. "Man kann sie auch als Sonnenschirme nutzen", sagt Stephanie Winkendick. Ideengeber ist Axel Schmitz, der bereits 100 Schirme in Orange, Flieder, Rot und Grün besorgt hat. Sie sollen später verlost, versteigert oder verkauft werden.

Eine weitere Idee will noch durchdacht werden. "Wir würden der Bewertungskommission an jeder Station ein Andenken in einen Rucksack packen - vielleicht etwas zu essen, aber nichts Wertvolles." Die Gruppe ist außerdem beauftragt, eine Lösung zu finden, wie die Wegstrecke vom Bergwerk zum Kloster bewältigt werden könnte. Geeignete Fahrzeuge müssen gefunden werden. Bis auf Stephanie Winkendick, die von Hamburg in die Stadt gezogen ist, sind alle Gruppenmitglieder in Kamp-Lintfort aufgewachsen. Und so erklärt sich auch das Engagement. "Die Landesgartenschau bietet die Chance, das Bergwerksareal in Rekordzeit zu sanieren", betont Klaus Deuter. "Wir können so unsere Stadt nach vorne bringen. Und daran müssen wir Bürger mitarbeiten", erklärt Norbert Klessa.

"Und man bekommt so viel zurück: Vor Kurzem haben wir uns im Haus des Bergmanns getroffen. Dort wäre ich sonst nie hingegangen", sagt Axel Schmitz. "Wir lernen die Stadt und neue Leute kennen. Das ist doch was." Und Armin Mesenhol kann berichten: "Selbst Ex-Kamp-Lintforter fiebern mit. Sie rufen immer an und fragen: Habt Ihr schon den Zuschlag."

ANJA KATZKE

Quelle: RP
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