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Kamp-Lintfort
CDU will Sondersitzung zum Zechenturm

Kamp-Lintfort. Die Christdemokraten haben einen entsprechenden Antrag eingebracht. Der Bürgermeister begrüßt die Initiative.

Die Zukunft des Zechenturms soll auf Antrag der CDU in einer Sondersitzung des Rates der Stadt am Dienstag, 29. August, diskutiert werden. Einen entsprechenden Antrag brachte die CDU-Fraktion auf den Weg - mit dem Ziel, ein Gutachten und die genaue Fragestellung für die Bürgerbefragung zu diskutieren. "Erhalt oder Abriss des Zechenturms haben erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des Zechenareals und hinsichtlich der Finanzierungsfragen auch weiter darüber hinaus", betont CDU-Fraktionschef Simon Lisken.

"Wir müssen daher im Stadtrat über die entscheidenden Fragen diskutieren und eine umfängliche Information der Bürger vor der Bürgerbefragung sicherstellen. Zu den wichtigen Fragen gehören aus unserer Sicht: 1. Welche Entwicklungschancen und -risiken ergeben sich für und durch den Turm für das Zechenareal im Herzen der Stadt? 2. Welche Kosten zur Instandsetzung und dauerhaften Instandhaltung ergeben sich für die Kommune und welche Auswirkungen hat dies für die finanziell stark angeschlagene Stadtkasse?" Gegen den Erhalt des Zechenturms spräche eine unzureichende Finanzierung.

"Nur durch die massiven Steuererhöhungen, die Ende 2016 beschlossen wurden, kann sich die Stadt aktuell so eben auf den Zehenspitzen vor dem sicheren Ertrinken retten", kommentiert Nick Kriegeskotte für die Junge Union. "Jedwede zusätzliche Belastung des Haushaltes ist - wenn man wie wir weitere Einschnitte im Bereich der Schulausstattung, der Jugend- und kulturellen Angebote und anderer Leistungen vermeiden möchte - schlicht untragbar.

Diskussionen ohne valide Fakten zur Finanzierung erinnern mehr an Wolkenkuckucksheim statt an eine Stadt im Nothaushalt." Mit Spannung blickt die CDU daher auf die Vorstellung eines wirtschaftlichen Gutachtens, das die Stadt beauftragt hat. "In der Sondersitzung des Rates wollen wir eine öffentliche Vorstellung dieses Gutachtens und eine Diskussion durch die im Rat vertretenen Fraktionen. Die Bürger haben ein Recht darauf, das Gutachten und die Einschätzungen ihrer Stadtverordneten kennenzulernen.

" Die Landesgartenschau 2020 werde Kamp-Lintfort einen entscheidenden Schritt Stadtentwicklung voran bringen. Danach werde es darum gehen müssen, aus dem Areal einen Lebens-, Lern- und Arbeitsraum zu kreieren, der historisch wertvolle Gebäude einbezieht und neuen Ideen Raum geben kann. Der massive und 70 Meter hohe Zechenturm schränke die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten in diesem zentralen Bereich des Geländes erheblich ein.

"Mit den historischen Bergwerksgebäuden entlang der Friedrich-Heinrich-Allee, dem Fördergerüst, der Ausbildung mit dem Lehrstollen und mit dem Haus der Bergmanns können wir dem Keim unserer Stadt dauerhaft Rechnung tragen", so Matthias Gütges, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Neben der Diskussion über das Gutachten und der Gestaltung der Bürgerinformation möchte die CDU auch thematisieren, wie möglichst viele Bürger an der Befragung teilnehmen können.

Die Befragung soll mit der Bundestagswahl am 24. September stattfinden. "Wie können wir sicherstellen, dass auch Briefwähler eine Möglichkeit bekommen, an der Befragung teilzunehmen?" Bürgermeister Christoph Landscheidt will den Antrag der CDU zulassen. "Wir können nur nicht versprechen, ob wir den gewünschten Termin halten können".

Quelle: RP
 
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