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Kamp-Lintfort
Das Kammermusikfest ist gestartet

Kamp-Lintfort: Das Kammermusikfest ist gestartet
Neuer Probenort: Zum ersten Mal studierten die Musiker des Kammermusikfests Kloster Kamp die Werke in der westlichen Orangerie am Terrassengarten des Klosters Kamp ein. Das Festival läuft von Sonntag bis Sonntag. FOTO: Koopmann
Kamp-Lintfort. Am Sonntag fand der erste öffentliche Probentag des Kammermusikfests Kloster Kamp statt. Mittwoch startet die Konzertreihe. Das Abschlusskonzert ist am nächsten Sonntag. Bis auf zwei Konzerte sind alle anderen ausverkauft. Von Olaf Reifegerste

Alle Konzerte beim Kammermusikfest Kloster Kamp werden zuvor mehrmals öffentlich geprobt. So können die Besucher die musikalische Entwicklung der Interpretationen von den Anfängen bis zum Konzert publikumswirksam verfolgen. Sowohl die Proben als auch die Konzerte finden jeweils an unterschiedlichen Orten am Niederrhein statt. Das sind wohl die auffälligsten Besonderheiten des äußerst beliebten Musikfestivals, das seit seiner Gründung von den Cellisten Alexander Hülshoff, zugleich Hochschulprofessor an der Folkwang Universität der Künste, und seiner Frau Katharina Apel, zugleich Mitglied des Kölner Gürzenich-Orchesters, künstlerisch geleitet wird. Für die Organisation ist seit Jahren Jeannette Freifrau von der Leyen verantwortlich.

Gestern startete nun das Festival mit seiner offenen Probenarbeit. Auf fast zwölf Stunden, nämlich von 10 bis 21.45 Uhr, mit zwei längeren Unterbrechungen, war das musikalische Übungsprogramm der Musiker angesetzt. Währenddessen wurden vier der insgesamt sieben Konzerte erstmals vorgeprobt, und zwar auf vier verschiedenen Probebühnen, was die Musiker zwang, ständig zwischen Kloster Kamp (Rokokosaal und Orangerie), Niederrheinschule und Wellings Parkhotel zu pendeln. Das bedeutet eine echte Herausforderung für das aus aller Welt hochkarätig zusammengestellte 18-köpfige Gesamtensemble.

Den Probenanfang machten am Vormittag die Kompositionen von Felix Mendelssohn-Bartholdy (Klaviertrio Nr. 2 c-Moll, op.66) und Ralph Vaughan Williams (Klavierquintett c-Moll) für das Abschlusskonzert auf Schloss Bloemersheim. Mit Startschwierigkeiten, weil man nicht sofort in die einbruchsgesicherte Orangerie kam, und das Trio dort noch seine optimale Spielposition finden musste, begann die musikalische Erstprobe für das viersätzige Mendelssohn-Bartholdy Werk. Der Stimmung beim Publikum tat das aber keinen Abbruch. "So lernen meine beiden Freundinnen, die gerade aus dem schwedischen Östersund bei mir zu Besuch sind, die Klosteranlage und den Niederrhein von ihrer schönsten Seite kennen", kommentierte Ulla Kreienbaum aus Neukirchen-Vluyn das Geschehen.

Und auch für die Hobbymusikerin Christel Schulz aus Hochkamer, die sich die Williams-Probe des Klavierquintetts im Rokokosaal anhörte, sind die Künstlerkontakte während der Proben einmalig. "Was man hier erlebt, das sind einzigartige Begegnungen hochqualifizierter Musiker mit ihrem Publikum in Zimmeratmosphäre. Wo sonst, außer beim Kammermusikfest, kann man so etwas Schönes erleben?" Ein paar Restkarten, sagt Organisatorin von der Leyen, gäbe es noch für das Eröffnungskonzert am Mittwoch, 7. August, um 20 Uhr im Audimax der Hochschule in Kamp-Lintfort als auch für das Freitagskonzert am 12. August um 20 Uhr in der Aula der Niederrheinschule in Kamp-Lintfort. Die Eintrittskarten seien nur noch über das Geistliche und Kulturelle Zentrum Kloster Kamp, Abteiplatz 13, zu beziehen, da alle anderen Vorverkaufsstellen ihre Karten verkauft hätten, so von der Leyen.

Quelle: RP
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