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Kamp-Lintfort
Das Tanzzentrum hat 600 Mitglieder

Kamp-Lintfort: Das Tanzzentrum hat 600 Mitglieder
Wolfgang Sturmeit und Hans Schwerdtfeger brachten einvernehmlich die Fusion der beiden Tanzclubs aus Kamp-Lintfort und Issum-Sevelen auf den Weg. Nächstes Ziel ist der Neubau eines gemeinsamen Clubheims auf der Sportanlage von Alemannia Kamp. FOTO: creich
Kamp-Lintfort. Die beiden Tanzclubs Kamp-Lintfort 1969 und Issum-Sevelen haben sich zum 1. Januar zum Tanzzentrum-Niederrhein zusammengeschlossen. Gemeinsam planen sie ein neues Clubheim auf der Anlage des Sportvereins Alemannia Kamp. Von Anja Katzke

600 Mitglieder zählt das Tanzzentrum Niederrhein nach der Fusion. "Damit gehören wir jetzt zu den größten Tanzsportvereinen in Nordrhein-Westfalen", sagt Vorsitzender Wolfgang Sturmeit. Hervorgegangen ist das neue Zentrum aus den beiden Tanzclubs Kamp-Lintfort und Issum-Sevelen, die seit langem miteinander befreundet sind und dasselbe Problem hatten: zu wenige Trainingsräume. "Und so entstand die Idee, unsere Kräfte zu bündeln und zusammen ein Clubheim zu errichten", erläutert Stellvertreter Hans Schwerdtfeger.

Der Tanzclub Kamp-Lintfort 1969 trifft sich seit 1983 in einem Kellerraum der Overbergschule. "Es handelt sich um einen ehemaligen Kohlenkeller, den die Clubmitglieder in Eigenleistung hergerichtet haben", erzählt Wolfgang Sturmeit. Im Jahr 2014 habe die Stadt jedoch signalisiert, dass die Räume des Tanzclubs für den Offenen Ganztagsunterricht der Schule benötigt würden. Auch der TSC Issum-Sevelen hat Platzprobleme: "Wir trainieren nur in öffentlichen Gebäuden. Irgendwand war die Kapazitätsgrenze erreicht", sagt Hans Schwerdtfeger und fügt hinzu: "Es kann passieren, dass in einem Jahr bis zu 40 Prozent des Trainingsbetriebs wegen anderer Veranstaltungen ausfallen müssen."

Die Idee, sich zusammenzutun und gemeinsam ein Clubheim einzurichten, war bald geboren. "Wir haben ein halbes Jahr lang nach neuen geeigneten Räumlichkeiten gesucht. Scheunen oder leerstehende Fabrikhallen, die wir in Eigenregie hätten umbauen können, vergeblich", erzählt der Vorstand. Die Stadt Kamp-Lintfort bot dem Tanzclub schließlich die Möglichkeit, auf der neu geplanten Anlage des Sportvereins Alemannia Kamp ein Clubheim mit zwei Tanzsälen auf 500 Quadratmetern zu errichten. "Wir könnten auf dem Alemannia-Neubau eine weitere Etage draufsetzen und nach unseren Bedürfnissen einrichten", erzählt Sturmeit.

Der Raumbedarf sei schon mit den Architekten besprochen: "Wir gehen davon aus, dass im März erste konkrete Zeichnungen vorliegen. Das beauftragte Architektenbüro ist auf den Sportstättenbau spezialisiert", weiß Wolfgang Sturmeit. Er hat die neuen Räume am Fuße des Klosters Kamp schon vor Augen: "Es wird toll." Es wird jedoch noch einige Jahre dauern, bis das Bauprojekt realisiert ist: "Nach den Planungen der Stadt beginnt die aktive Bauphase im Jahr 2017. Mit der Fertigstellung wird für 2018 gerechnet."

Die Baukosten muss das Tanzzentrum Niederrhein selbst tragen. Sie belaufen sich auf 500.000 Euro. "Ein Drittel haben wir bereits", berichten Sturmeit und Schwerdtfeger. Beide legten großen Wert darauf, die Mitglieder ihrer Clubs für die Idee, die auch die Fusion beider Vereine umfasste, zu begeistern. "Wir haben auf Transparenz gesetzt und sind auf alle Fragen der Mitglieder eingegangen." Dazu gehört auch eine Wege-Zeit-Berechnung für jedes Mitglied zum neuen Standort. "Wir haben einen Mehrweg von 4,5 Kilometern berechnet", so Wolfgang Sturmeit.

Die Vereinsvorsitzenden konnten mit ihren Argumenten überzeugen. Auf den außerordentlichen Mitgliederversammlungen Ende 2015 sprachen sich alle für den Zusammenschluss aus. Und so schloss man sich zum 1. Januar 2016 zum Tanzzentrum Niederrhein zusammen. Das Tanzzentrum hat nicht nur 600 Mitglieder, sondern auch 36 verschiedene Tanzkreise, die sich zu Gesellschaftstänzen, Discofox, Boogie Woogie und Zumba treffen. "Wir haben mit den Latin Ladies auch eine eigene Formation", berichtet Sturmeit. Im Neubau des Clubheims sieht er die Chance, die Angebote im Breitensport für Kinder und Erwachsene deutlich zu erweitern und darüber hinaus attraktiver für den Turniertanz zu werden. Bis das Clubheim fertiggestellt ist, trainieren die Tanzsportler in den alten Räumen weiter. Sturmeit: "Die Stadt hat uns zugesichert, dass wir in der Overbergschule bleiben können, auch wenn der Vertrag bis zum 31. Dezember 2016 gekündigt ist."

Der Mitgliedsbeitrag ist leicht gestiegen, er kostet 18 Euro im Monat.

Quelle: RP
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