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Kamp-Lintfort
Der Fliedner-Neubau wird eröffnet

Kamp-Lintfort: Der Fliedner-Neubau wird eröffnet
Die Senioren sind schon Ende Januar in die Appartements eingezogen. Auf jeder Etage befinden sich Küche, ein Speise- und ein Aufenthaltsraum. FOTO: Dieker, Klaus (kdi)
Kamp-Lintfort. Nach zwei Jahren Bauzeit geht der Anbau des Friederike-Fliedner-Hauses in Betrieb. Die Senioren haben schon im Januar ihre Appartements bezogen. Am 11. März findet die Eröffnungsfeier statt, am 12. März ein Tag der offenen Tür. Von Anja Katzke

Tapezierer, Elektriker und andere Handwerker arbeiten im Erdgeschoss des Friederike-Fliedner-Hauses unter Hochdruck. Besonders im Übergang vom Altgebäude zum Anbau gibt es noch viele Arbeiten zu erledigen. "Bis zur Eröffnungsfeier am 11. März sind wir fertig", sagt Ralph Simon, Geschäftsführer des evangelischen Altenpflegeheims an der Ringstraße, bei einer Besichtigung im Erweiterungsbau. Wie ein Hufeisen ragt das helle Gebäude in die Friedrich-Heinrich-Allee hinein - eine städtebauliche Herausforderung, die das Architektenbüro Druschke & Grosser in Abstimmung mit Stadt und Gestaltungsbeirat für jedermann sichtbar gemeistert hat. "Bauen in der Stadt, das ist in der Tat eine Herausforderung", sagt der Geschäftsführer des Fliedner-Hauses. Nach zwei Jahren Bauzeit und weiteren Jahren der Planung wird der Anbau ans Friederike-Fliedner-Haus am Freitag, 11. März, ab 11 Uhr, seiner Bestimmung übergeben. Die Senioren sind schon Ende Januar innerhalb des Hauses in ihre neuen Appartements eingezogen. Auf drei Etagen wurden jeweils zwölf Zimmer eingerichtet. Damit verfügt das Altenpflegeheim (Anbau und Altbau) über 70 Einzel- und 17 Doppelappartements. Mit dem Neubau erfüllt die Einrichtung die gesetzliche Anforderung an die Wohnqualität in Pflegeheimen. Das Wohn- und Teilhabegesetz sieht vor, dass dort bis 2018 rund 89 Prozent der Räume Einzelzimmer sein müssen.

Die neuen Appartements sind ungefähr 22 Quadratmeter groß und sind mit behindertengerechten Badezimmern, Einbauschränken, Betten und Beistelltischen ausgestattet. Dazu kommen die Möbel, die die Senioren selbst mitgebracht haben. Es duftet überall frisch nach Holz. Auch auf den Böden in den Aufenthaltsbereichen auf den Etagen wurden modernes Holz verlegt. Das Farbkonzept an den Wänden ist dezent. Bei der Aufteilung folgte das evangelische Pflegemodell dem so genannten Weltenmodell.

Der Erweiterungsbau des Friederike-Fliedner-Hauses ragt wie ein Hufeisen in die Friedrich-Heinrich-Allee hinein. Die Verbindung zum Bestandsgebäude verläuft über gläserne Übergänge. Im Erdgeschoss wird ein Café eingerichtet. FOTO: Klaus Dieker

Auf der zweiten Etage leben die Frauen und Männer, die dementiell erkrankt sind. "Sie können dort in dem sozialen Gefüge leben, wie sie es gerne möchten, ohne Reglementierung. Sie werden von ausgebildeten Kollegen betreut und begleitet", erläutert Ralph Simon das Modell. Und sie haben es sich gemütlich gemacht: Im Aufenthaltsraum, zu dem auch eine kleine Küche mit Speisesaal gehört, stehen Ledersessel. Es wird gespielt, erzählt und gerätselt. Die Funktionsräume und jeweils eine weitere Behindertentoilette befinden sich auf der gegenüberliegenden Seite. Auch im Altbau wurden die Zimmer renoviert. Die Räume sind bis zu 35 Quadratmeter groß, weil sie zuvor als Doppelzimmer genutzt wurden. "Wir haben entschieden, dass die Kosten gleich bleiben." Die Tagessätze richten sich nach der jeweiligen Pflegestufe. Der Übergang vom Alt- in den Neubau ist verglast. Im Parterre des Erweiterungsbaus wird sich künftig das Marktcafé befinden. Dieser Bereich wird außerdem als Veranstaltungsraum genutzt. Dort befindet sich auch der Eingang ins Friederike-Fliedner-Haus. Das bisherige Café im Altgebäude wird geschlossen. "Wir möchten diesen Bereich gerne vermieten", berichtet Geschäftsführer Ralph Simon. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf 3,8 Millionen Euro. Insgesamt werden fünf Millionen Euro investiert. "Wir modernisieren auch den Altbau", erläutert Simon die Kosten für die Baumaßnahme im Friederike-Fliedner-Haus.

Quelle: RP
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