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Kamp-Lintfort/Moers
Der Niederrhein feiert so feurig wie die Spanier

Kamp-Lintfort/Moers. Der Kulturverein lud zur Spanischen Nacht ein. 420 Niederrheiner kamen, die Hälfte davon mit spanischen Wurzeln. Von Peter Gottschlich

Kastagnetten und Flamenco, Paella und Tapas, Rioja-Wein und San-Miguel-Bier: Am Samstagabend stand das Foyer der Stadthalle unter roter und gelber Flagge. Der spanische Kulturverein Niederrhein hatte zur "Spanischen Nacht" eingeladen.

"Spanien ist ein Lebensgefühl", sagte Sprecherin Katharina Hedding. "Spanier bilden eine große Familie, in die man sofort aufgenommen wird. Das war auch bei mir so, als ich als Moerserin Rafael Rodriguez geheiratet habe. Er hat einen spanischem Pass und ist Vorsitzender des Vereins." 420 Besucher kamen zum Fest, das einen familiären Charakter versprühte. Knapp die Hälfte der Besucher waren Niederrheiner mit spanischen Wurzeln, vor allem aus Moers und Umgebung. Knapp die Hälfte waren Niederrheiner mit spanischem Faible. Dazu kamen einige, die eine längere Anreise in Kauf genommen hatten, zum Beispiel aus Osnabrück, Dortmund oder Frankfurt. "Im näheren Umkreis gibt es nur eine Spanische Nacht in Neuss und eine in Mönchengladbach", sagte Rafael Rodriguez. "Dazu kommt die ,Gespania' in Gelsenkirchen, die aber nicht eine Nacht ist. Sie läuft Anfang Juni, über eine Woche gibt es viel Tanz und Musik."

Bei der "Noche Espanola" des Moerser Vereins treten Künstler auf, die auch bei diesen Spanienfesten zu sehen sind. Diesmal spielte die fünfköpfige Band "Rumba Gitana" auf, wie nach ihrem großen Erfolg im vergangenen Jahr. Sie hat sich ganz der spanischen Musik verschrieben, sei es Flamenco oder Gipsy, Rumba oder Schlager der iberischen Halbinsel, obwohl ihre Musiker vor allem aus Kuba und Brasilien stammen. Meistens spielt sie auf Kreuzfahrtschiffen, wenn sie nicht gerade am Niederrhein auf Tour ist. Zur Musik tanzten Pepi Alvarez und Victor Alvarez, die zu den besten spanischen Tanzpaaren in Deutschland zählen.

Aber ein Spanischer Kulturverein wäre keiner, wenn er nicht auch auf den eigenen Nachwuchs setzen würde. Das sind die 14 Kinder der Flamenco-Gruppe, die im Awo-Begegnungszentrum in Repelen tanzen. Die Kleinen bekamen den gleichen Applaus wie die Großen.

Wie in Madrid oder Barcelona feierten sie bis tief in die Nacht, während "Latin DJ" Vato die Scheiben auswählte. Er hat sich auch in Deutschland einen Ruf als Discjockey für spanische und südamerikanische Musik aufbauen können.

Quelle: RP
 
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