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Kamp-Lintfort
Diakonie-Lehrhaus bietet Raum für Kunst

Kamp-Lintfort: Diakonie-Lehrhaus bietet Raum für Kunst
Andrea Much, Heike Wirtz, Anne Schary und Barbara Ziebuhr (von links) mit dem "Taschenbaum". FOTO: siwe
Kamp-Lintfort. Andrea Much, Anne Schary, Heike Wirtz und Barbara Ziebuhr stellen heute und morgen aus.

Für die einen ist das traditionsreiche Lehrhaus der Diakonie, nahe der Christuskirche in Kamp-Lintfort, gewohntes Terrain. Für andere vielleicht ein Ort, der gänzlich überrascht. Zum wiederholten Mal stellen die vier Künstlerinnen, das sind Andrea Much, Anne Schary, Heike Wirtz und Barbara Ziebuhr, in den Seminarräumen aus. "Kunstmarkt" nennen sie ihr gemeinsames Angebot, bei dem sie heute und morgen neue Arbeiten präsentieren.

Auch wenn das Wochenende reich an Veranstaltungen in der näheren Umgebung ist, "sind wir dennoch ein Publikumsmagnet", sagt Barbara Ziebuhr. Sie verrät auch den Schlüssel des gemeinsamen Erfolgs: ein kleiner wie ansprechender Rahmen und die persönliche Ansprache. "Unser Konzept hat sich bewährt. Gemeinsam machen wir das schon seit fünf Jahren."

Die Goldschmiedin Anne Schary zeigt handgefertigten Schmuck. Gold und Silber, Edelsteine, aber auch Kieselsteine verarbeitet sie. Hinzu kommen sogenannte Papierobjekte. Ein Oval als Steinmotiv, das sich öffnen lässt, um dort persönliche Schätze des Lebens zu verstauen. Andrea Much bietet Malerei und auch aufgeschriebene Geschichten. Ihr Buch "Das Engelhaus" hat sie illustriert. Inspirationsquelle nennt sie es. "Mein Anspruch ist, für große und kleine Menschen etwas zu schaffen." Heike Wirtz zeigt Malerei, verschiedenste Exponate hat sie in einem Jahreskalender zusammengefasst, jedes Kalenderblatt bietet praktische Notizflächen. Schon jetzt freut sie sich auf ihren Umzug an die Wilhelmstraße. Ihr Atelier ist eine ehemalige Trinkhalle, die sie in "Kunsthalle" umbenannt hat. Barbara Ziebuhr bannt Landschaften auf Bilder, in kleinen und mittelgroßen Formaten. Auch wenn die Exponate harmonisch wirken - Blumenarrangements betonen das Ambiente zusätzlich in Gestaltung und Farben -, bewahrt jede Künstlerin ihre Individualität. Ziebuhr: "Jede hat ihre Handschrift, ihren Stil."

Gemeinsamkeit demonstrieren sie am "Taschenbaum", einem Objekt, das mit kleinsten Taschen bestückt ist. Jede Taschenfront ist zugleich Darstellungsfläche, die sie mit ihren kleinen Arbeiten verschönert haben. Die Botschaft ist klar. "Bei uns kommt Kunst nicht in die Tüte." Die Taschen lassen sich weiter verarbeiten, so im Bilderrahmen hinter Glas. Von den zwölf Euro Kaufpreis geht ein Euro an das Kinderprojekt der Diakonie. Im Sortiment haben die vier Frauen weitere Objekte wie unter anderem Kerzen, Grußkarten und Metallengel.

Kunstmarkt im Lehrhaus der Diakonie, Friedrich-Heinrich-Allee 20, heute und morgen, 10.30 bis 18 Uhr.

(sabi)
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