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Kamp-Lintfort
Die Lineg sucht Lösungen für den Pappelsee

Kamp-Lintfort. Gestern tagte die Genossenschaftsversammlung der Lineg. Vorstand Brandt informierte über neue Planungen.

Der Rheinwasserstand hat 2017 ein historisches Tief erreicht. Und auch die Regelfälle waren so gering, dass einige Kuhlen trocken fielen - insbesondere auch in Rheurdt. "Es bildete sich zu wenig Grundwasser", berichtete gestern Lineg-Vorstand Karl-Heinz Brandt in einem Pressegespräch vor der Genossenschaftsversammlung der linksniederrheinischen Entwässerungs-Genossenschaft. Die trockenen Kuhlen hatten auch die Bürger diesen Sommer besorgt. "Die Kuhlen in Rheurdt speisen sich nur aus dem Landwehrbach", erklärte Karl-Heinz Brandt. Anders habe sich der Fall bei der Kuhle Blink in Hoerstgen dargestellt. Dort habe ein technisches Problem dazu geführt, dass der Wasserstand gefallen sei. Laut Lineg habe man das Problem zügig gelöst.

Auch der Pappelsee in Kamp-Lintfort führt seit einigen Jahren immer weniger Wasser. "Auch hier müssen wir bis zur Landesgartenschau Lösungen finden", betont Brandt, der zu diesem Thema bereits mit dem Kamp-Lintforter Bürgermeister telefoniert hatte. Der Wasserstand am Pappelsee sei gesunken, weil der Brunnengrundwasserstand im Gestfeld ebenso versiegt sei. "Unsere Aufgabe ist es eigentlich nicht, dass Grundwasser wieder aufzufüllen", sagte Brandt.

Ein größeres Projekt plant die Lineg am Altrhein bei Rheinberg. Der Bereich zwischen Rhein und Fossa Eugeniana soll ökologisch aufgewertet werden. Dafür wurde das Gewässer jetzt auf Schadstoffe untersucht. Karl-Heinz Brandt zeigte sich erleichtert, dass aus radiologischer Sicht keine schädliche Verunreinigung vorliegt. Es wurde allerdings PCB festgestellt, das aus dem Moersbachsystem stamme. "Die Ursache dafür ist jedoch noch nicht gefunden." Brandt beruhigte, dass lediglich der Prüfwert überschritten sei. Das ist offenbar die geringste Stufe der Verunreinigung.

Die Lineg hat sich im vergangenen Jahr wieder einem Vergleich mit anderen Wasserwirtschaftsverbänden unterzogen. Ergebnis: Die Lineg liege sowohl bei den Kosten als auch bei der Qualität der Abwasserbehandlung auf einem vorderen Rang. Allerdings werde die Genossenschaft erst ab 2018 bei der Eigenstromversorgung gut Effekte erzielen. Die Beiträge der Genossen blieben stabil. "Wir müssen jedoch investieren, damit unsere Anlagen nicht veralten."

Der Personalstand sei weiter reduziert worden. Ab 2018 werden nur noch 290 Vollzeitkräfte beschäftigt. Ausgezeichnet wurde die Lineg beim Wettbewerb "Schule-Wirtschaft" für ihr Engagement im Bereich der Berufsorientierung.

(aka)
 
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