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Kamp-Lintfort
Die Menschen liegen ihr am Herzen

Kamp-Lintfort: Die Menschen liegen ihr am Herzen
Karin Ollefs-Bringsken möchte das Programm der Begegnungsstätte ausbauen und generationsübergreifende Projekte anbahnen. FOTO: KLaus Dieker
Kamp-Lintfort. Karin Ollefs-Bringsken leitet die Begegnungsstätte "50plus" im Don-Bosco-Haus. Es bietet vor allem Bewohnern der Altsiedlung ein Begegnungs- und Unterhaltungsprogramm. Von Jutta Langhoff

Ihr Gesicht ist in Kamp-Lintfort nicht ganz unbekannt. Karin Ollefs-Bringsken hat im "Haus der Familie" viele Jahre lang junge Hauswirtschaftshelferinnen ausgebildet. Jetzt hat sie eine ganz andere Aufgabe. Seit Beginn des Jahres ist die 48-Jährige Leiterin der Begegnungsstätte "50plus" im Don-Bosco-Haus in der Vinnstraße 16. Die Stelle war nach dem Weggang ihrer Vorgängerin Ursula Meyer eine Zeitlang unbesetzt gewesen, umso mehr freuen sich die Besucher der Begegnungsstätte, dass es dort nun unter einer leitenden Hand weitergeht.

Das zur katholischen Gemeinde gehörende Haus bietet unter dem Motto "Gemeinsam statt einsam" vor allem älteren Menschen aus der östlich des ehemaligen Bergwerks West gelegenen Altsiedlung ein vielseitiges Begegnungs- und Unterhaltungsprogramm. Es finden zum Beispiel regelmäßig Filmvorführungen, Bingo- und Bastelnachmittage, Gesprächskreise, PC-Kurse und andere gesellige Veranstaltungen statt. Diese zeitlich und räumlich zu koordinieren, ist eine von Karin Ollefs-Bringskens wichtigsten Aufgaben.

Die meisten Angebote bestünden schon lange und würden auch gut angenommen, erklärte sie. Vor allem die Bingo-Nachmittage seien immer voll. Einige Veranstaltungen könnten jedoch noch attraktiver gestaltet werden. So möchte sie zum Beispiel bei den einmal monatlich stattfindenden Film-Nachmittagen demnächst nicht nur bekannte Filmklassiker, sondern auch aktuelle Filme zeigen. Darüber hinaus plant sie auch ganz neue Programmangebote. So wird es im Don-Bosco-Haus ab Mitte Mai zum Beispiel zwei Yogakurse geben, einen normalen Hatha-Yoga-Kurs für Anfänger und Fortgeschrittene und einen, bei dem man die Übungen auf dem Stuhl sitzend machen kann, also für Teilnehmer, die auf irgendeine Weise in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt oder sogar auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Wenn die beiden Kurse gut angenommen werden, sollen sie zukünftig regelmäßig stattfinden, erklärte Karin Ollefs-Bringsken.

Ein ebenfalls wichtiges Anliegen ist ihr der Ausbau von generationsübergreifenden Veranstaltungen. Eine erste Aktion dazu ist am 29. März vorgesehen. An diesem Tag sind Besucher ab 15 Uhr dazu eingeladen, aus Naturmaterialien und Alltagsgegenständen Brett-, Geschicklichkeits- oder andere Spiele für einen gemeinsamen Spielenachmittag mit den Kindern des benachbarten Kindergartens zu basteln, der eine Woche später stattfindet.

Karin Ollefs-Bringsken versteht sich in ihrer neuen Aufgabe jedoch nicht nur als Organisatorin und Planerin, sondern mindestens ebenso als Gesprächspartnerin, Zuhörerin und Ratgeberin für die Besucher der Begegnungsstätte. Dafür hat sie zusätzlich zu ihrem erlernten Beruf als Ernährungsexpertin zahlreiche pädagogische Fortbildungskurse besucht. "Bisher habe ich mit jungen Leuten gearbeitet, jetzt sind es über 50-Jährige", beschreibt sie ihre neue Aufgabe selber. "Aber ich bin ja auch schon bald 50", fügt sie nach einer kurzen Pause hinzu. "Und außerdem arbeite ich einfach gerne mit Menschen."

Quelle: RP
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