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Kamp-Lintfort
Drei Seelsorger wirken im Bernhard-Hospital

Kamp-Lintfort: Drei Seelsorger wirken im Bernhard-Hospital
Pastoralreferent Christoph Kämmerling, Diakon Heinz Balke und Pfarrer Stefan Maser bilden das Seelsorgeteam am Krankenhaus. FOTO: St.-Bernhard-Hospital
Kamp-Lintfort. Mit Diakon Heinz Balke ist das Seelsorgeteam am St. Bernhard-Hospital nach dem Weggang der Ordensschwestern verstärkt worden.

Diakon Heinz Balke kümmert sich gemeinsam mit Pastoralreferent Christoph Kämmerling und Pfarrer Stefan Maser um die Sorgen und Nöte der Patienten des St.-Bernhard-Hospitals, deren Angehörige und der Krankenhaus-Mitarbeiter. "Die Verstärkung war nach dem Weggang der Ordensschwestern notwendig geworden", erläutert Josef Lübbers, Kaufmännischer Direktor des Hauses. Die Krankenhaus-Seelsorge liegt allen dreien am Herzen. Dabei wird nicht nach Konfession oder Religion gefragt - sondern, ob Gesprächsbedarf besteht. "Wir stehen allen Patienten zur Verfügung, unabhängig von ihrer Religion oder Weltanschauung", betonen sie. "Natürlich freuen wir uns über Patienten, die sich direkt bei uns melden", erläutern sie. Die Patienten können die drei Seelsorger aber auch bei ihren Besuchen auf der Station ansprechen oder den Gesprächswunsch auch dem Pflegepersonal mitteilen. Auf der Station werden Kämmerling, Maser und Balke die Ordensschwestern wohl am meisten vermissen, denn diese "hatten einfach einen Blick dafür, wo Bedarf besteht und haben uns informiert."

Die Eucharistiefeiern im Krankenhaus werden weiterhin von den Priestern der katholischen Kirchengemeinde St. Josef gehalten. "Wir sind ja auch ein Teil der Pfarrei St. Josef", betont Christoph Kämmerling ausdrücklich. Heinz Balke (54) hat nach einer Ausbildung zum Betriebsschlosser und einem Fachabitur ein Kolleg besucht. Dort legte er sein Voll-Abitur ab. Nach seiner Heirat arbeitete er als Pastoralassistent in Kevelaer. Es folgten Einsatzzeiten als Pastoralreferent in Selm, Hamm und Geldern. Heinz Balke wird sich im Rahmen der Krankenhaus-Seelsorge die Aufgaben mit Christoph Kämmerling teilen, wobei sein Schwerpunkt in der Betreuung der Kranken in den Kliniken für Innere Medizin, Orthopädie und Unfallchirurgie liegen wird.

Christoph Kämmerling (61) kümmert sich, neben seinen allgemeinen Aufgaben, schwerpunktmäßig um die Kranken auf der Palliativ- und Intensivstation. Seit acht Jahren ist er im Krankenhaus tätig. Er ist darüber hinaus Vorsitzender des Ethik-Komitees, moderiert in diesem Zusammenhang ethische Fallbesprechungen, kümmert sich um Fragen zu Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen und unterrichtet an der Krankenpflegeschule. Zusätzlich organisiert er den interreligiösen Gesprächskreis, ein Treffen christlicher und muslimischer Seelsorger mit Vertretern des Krankenhauses. Stefan Maser (55), der als Pfarrer der Gemeinde Hoerstgen im Einsatz ist, wurde vom Kirchenkreis Moers zur Krankenhaus-Seelsorge berufen. Seit über 18 Jahren ist er im St.-Bernhard-Hospital auch im seelsorgerischen Einsatz. Zusätzlich ist er auch als Notfall-Seelsorger im Rettungsdienst des Kreises Wesel für die Region Kamp-Lintfort im Einsatz. Er hält - neben seinen Aufgaben im Krankenhaus - dort auch einmal wöchentlich den evangelischen Gottesdienst ab. Mit seiner Frau und dem eigens dafür gegründeten Freundeskreis kümmert er sich zusätzlich um "Dios es amor", ein christliches Sozialzentrum im Armenviertel der peruanischen Stadt Lima. Als Begleiter in schwierigen Zeiten - so sehen sich die Seelsorger. "Wir wollen einfach für unsere Gesprächspartner da sein", betonen sie. Alle drei haben eine Zusatzausbildung für den Einsatz in der Krankenhaus-Seelsorge absolviert.

Quelle: RP
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