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Kamp-Lintfort
Ehemaliges Sportstudio wird Flüchtlingsunterkunft

Kamp-Lintfort: Ehemaliges Sportstudio wird Flüchtlingsunterkunft
Etwa 35 alleinstehende Männer finden in den Räumen des ehemaligen Sportstudios eine Unterkunft finden. Gestern wurde sie eingerichtet. FOTO: kdi
Kamp-Lintfort. Seit gestern richtet die Stadt Kamp-Lintfort ein leerstehendes Ladenlokal an der Markgrafenstraße, das zuletzt als Sportstudio genutzt wurde, als weitere Unterkunft für Flüchtlinge ein. Es stehen dort insgesamt 440 Quadratmeter zur Verfügung.

Einziehen werden 35 bis 40 alleinstehende Männer. Die neue Unterkunft wird mit dem notwendigen Mobiliar ausgestattet. Um in den Räumen Privatsphäre zu schaffen, sollen zum Beispiel Raumteiler aufgestellt werden, die die Bereiche voneinander trennen und so Rückzugsorte bieten. Die Stadt geht von Kosten in Höhe von 15 000 bis 20 000 Euro aus. Wie Dezernent Martin Notthoff gestern auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, werden Flüchtlinge aus den anderen im Stadtgebiet liegenden Unterkünften einziehen.

Auf dem Ethik-Festival, das am Mittwoch auf dem Campus der Hochschule Rhein-Waal stattfand, berichtete Bernd Kopitzki von der Stadt Kamp-Lintfort von der aktuellen Situation der Flüchtlinge. Dabei ging er auch auf die neue Unterkunft ein: "Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, dass der Standard dort mir nicht unbedingt gefällt." Die Schnelligkeit und die Anzahl, mit der neue Flüchtlinge nach Kamp-Lintfort kämen, mache diese jedoch notwendig. "Letzte Woche waren es beispielsweise wieder 44 Menschen", so Kopitzki. Das Übergangswohnheim für 150 Flüchtlinge und mehr als 90 Wohnobjekte seien komplett belegt. "Positiv ist hervorzuheben, dass es bereits neue Objektangebote gibt, die in einem sehr guten Zustand sind", erklärte er. Aus Sicht der Verwaltung sei dies momentan eine extreme Herausforderung für alle.

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(aka/tak)
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