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Kamp-Lintfort
Entspannen in Wellings Hotelpark

Kamp-Lintfort: Entspannen in Wellings Hotelpark
Monic van Stephoudt, kaufmännische Angestellte im Parkhotel, auf einem "Waldsofa" am Seeufer. FOTO: Christoph Reichwein
Kamp-Lintfort. Zum zweiten Mal öffnet das Kamp-Lintforter Hotel am Sonntag seinen Garten für Besucher. Sie dürfen durch die 10.000 Große Anlage streifen, die Hotelchef Elmar Welling entworfen hat und bei deren Pflege er gerne mit anpackt. Von Josef Pogorzalek

Beim "Tag des offenen Gartens" mitzumachen, das versteht sich für die Wellings von selbst. Es geht um Werbung für die Landesgartenschau 2020, zu deren Freunden die Hoteliers sich zählen. Und es geht um die Unterstützung des Laga-Fördervereins, dem die Familie angehört. "In Kamp-Lintfort hat sich durch die Laga viel bewegt", sagt Elmar Welling. Auch Tochter Eva ist begeistert darüber, wie viele Kamp-Lintforter sich für die Gartenschau engagieren.

Am Sonntag steht also der Garten von Wellings Parkhotel an der Ecke Moerser Straße / Neuendickstraße sich für Besucher offen, zum zweiten Mal nach 2015. Mit den gut 20 privaten Gärten, die am Wochenende ebenfalls zu besichtigen sind, ist die Grünanlage am Hotel freilich kaum zu vergleichen. Tatsächlich handelt es sich, wie der Hotelname andeutet, um einen kleinen Park. Dessen Mitte bildet ein künstlicher See. "Den haben schon die Vorbesitzer, Familie Bentgens, angelegt", erzählt Eva Welling. Im Jahr 2008 erwarb Elmar Welling das ehemalige Hotel Niederrhein, renovierte es und eröffnete Anfang 2009 unter neuem Namen. Der 10.000 Quadratmeter große Park wurde damals neu konzipiert, und zwar von keinem Geringeren als dem Hotelier selbst. "Das ist alles in meinem Kopf entstanden und dann geworden, wie es ist", sagt er.

Üppig und dennoch wohl strukturiert wirkt der Garten mit seinen Weiden, Blutbuchen, Ahornen, Kiefern, zwischen den sich ein Wandelweg schlängelt. Er führt auch an zwei Kanadischen Mammutbäumen vorbei. Vor zwei Jahren gepflanzt, werden sie noch von anderen Bäumen überragt, aber: "Sie wachsen einen Meter pro Jahr", sagt Eva Welling.

Am Seeufer sprießen Schilf und Wasserlilien, von denen in diesen Tagen immer mehr leuchtendgelb blühen. Auch ein Japanischer Zierahorn mit dunkelroten Blättern verleiht dem Gesamtbild einen Akzent in Farbe und Form. Verschiedene Skulpturen, ebenfalls nach Entwürfen von Elmar Welling angefertigt, lenken die Blicke auf sich. Das alles lässt sich bestens von "Waldsofas" aus bewundern - zwei extragroßen, besonders bequemen Bänken am Wandelweg. Das Plätschern einer Fontäne und eines künstlichen Wasserfalls macht den Genuss perfekt. Die Wasserspiele reichern den See mit Sauerstoff an, so dass sich die darin lebenden Forellen, Störe und Goldfische wohlfühlen.

Am Sonntag dürfen die Gäste auch den sonst nur Tagungs- und Seminarteilnehmern offenstehenden "Garten der Sinne". Dort wachsen Lavendel, Rosmarin, Pfingstrosenbüsche. Und ganz unerwartet auch ein mächtiger Rhabarber, mit bananendicken Stangen und enormen Blättern.

Elmar Welling belässt es nicht beim Entwerfen von Gärten, er widmet sich zusammen mit seinen Gärtnern auch hingebungsvoll der Grünpflege. "Im Frühjahr schneide ich alles in allem ein paar Kilometer Hecke", sagt er. Die Gartenarbeit sei eine Leidenschaft, ein wunderbarer Ausgleich zum Büro. Ein Pflanzenexperte sei er dennoch nicht. "Wenn eine Pflanze befallen ist, muss ich jemanden um Rat fragen. Dafür würde meine Zeit nicht reichen."

Zwischen 11 und 18 Uhr steht der Garten des Parkhotels am Sonntag Besuchern offen. Sie dürfen sich mit Sommerbowle und selbst gemachter Limonade erfrischen, und gegen eine Spende von fünf Euro an Kaffee und hausgemachtem Kuchen laben. Das Geld geht an den Laga-Förderverein. "Hier können sich auch die Besucher der anderen Gärten zwischendurch stärken und austauschen", lädt Eva Welling ein. Sie hofft, dass mindestens so viele Gäste kommen wie im vergangenen Jahr - 300 waren es damals.

Quelle: RP
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