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Kamp-Lintfort
Essensgeld in städtischen Kitas wird teurer

Kamp-Lintfort. Schulausschuss hat mehrheitlich beschlossen, den Monatsbeitrag fürs Mittagessen in städtischen Kitas auf 50 Euro zu erhöhen. CDU kritisiert, dass Mehreinnahmen in den Haushalt fließen sollen. Von Anja Katzke

Seit der Euro-Umstellung beträgt das Essensgeld für Kinder in städtischen Kitas monatlich 41 Euro. Das soll sich ab dem Kita-Jahr 2018/19 ändern. Die Verwaltung hat zur gestrigen Sitzung des Schulausschusses vorgeschlagen, den Beitrag fürs Mittagessen in ihren Kitas auf 50 Euro im Monat zu erhöhen und damit den Kosten anzupassen, die die Träger der anderen Kindertageseinrichtungen in Kamp-Lintfort verlangen. Auch das Essensgeld im offenen Ganztag der Ebertschule soll ab 2018/19 auf 35 Euro im Monat erhöht werden.

"Das Mittagessen für die Kinder muss auskömmlich finanziert werden. Die Stadt kann da nicht dauerhaft reinbuttern", betont Michael Hänsel, Sprecher der SPD-Fraktion im Schulausschuss. Laut Verwaltung würden die Beiträge für das Mittagessen bislang in voller Höhe an die Kitas weitergeleitet. Diese finanzierten damit den Einkauf der Lebensmittel. Die Personal- und Betriebskosten, die das Mittagessen notwendig machen, würden hingegen über den Gesamthaushalt der Stadt aufgefangen, heißt es in der Vorlage zum gestrigen Ausschuss.

"So betragen allein die Personalkosten für die städtischen Hauswirtschaftskräfte in den Kitas rund 120.000 Euro pro Jahr." Die Mehreinnahmen der Erhöhung sollen aber nicht in die Kitas zurückfließen, sondern im städtischen Haushalt sozusagen als Puffer verbleiben. "Die Mehreinnahmen könnten zur Teilfinanzierung der Personalkosten dienen", heißt es in der Vorlage weiter. Damit war die CDU-Fraktion gestern allerdings nicht einverstanden und kritisierte diesen Vorschlag. Dies sei für die Eltern nicht transparent und wirke sogar wie eine versteckte Steuererhöhung, hieß es. Die CDU forderte, dass die Mehreinnahmen den Einrichtungen zugutekommen, und störte sich daran, dass die 20-prozentige Erhöhung auf einen Schlag umgesetzt werden soll. Den Christdemokraten wäre eine schrittweise Erhöhung lieber gewesen. "Die Eltern müssen natürlich an den gestiegenen Essenskosten beteiligt werden", erläuterte Wolfgang Holzgräfe von der CDU. "Es geht aber nicht, dass wir mit den Mehreinnahmen die Personalkosten querfinanzieren." Hier verweigerte die CDU ihre Zustimmung.

Die Stadtverwaltung passt die Gebühren fürs Essensgeld denen der anderen Kita-Träger an. So zahlen auch Eltern von Kindern in den Awo- und in den evangelischen Kitas monatlich 50 Euro (plus Frühstücksgeld). In den katholischen Kitas gibt es ein "Catering für Kids". Der Elternbeitrag beläuft sich dort auf 45 Euro. In den Elterninitiativ-Kindergärten belaufen sich die Kosten fürs Essengeld zwischen 50 und 66 Euro im Monat.

Quelle: RP
 
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