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Kamp-Lintfort/Emmerich
Ferien im Zeltlager der Bruderschaft

Kamp-Lintfort/Emmerich: Ferien im Zeltlager der Bruderschaft
Diesmal campen die Ferienkinder mit den Organisatoren der St.-Michael-Bruderschaft zweieinhalb Wochen zwischen Emmerich und der niederländischen Grenze. Den Platz stellte ein örtlicher Landwirt zur Verfügung. FOTO: Bruderschaft
Kamp-Lintfort/Emmerich. 70 Mädchen und Jungen sind bei der Ferienfreizeit dabei, die von den Jungschützen der St.-Michael-Bruderschaft Saalhoff organisiert wird. Diesmal campen sie zweieinhalb Wochen zwischen Emmerich und der niederländischen Grenze. Von Peter Gottschlich

2003 fuhr Maximilian Pirschel das erste Mal beim Zeltlager der Jungschützen der St.-Michael-Bruderschaft Saalhoff mit. Acht Jahre war der Kamp-Lintforter damals alt, der durch seinen Bruder Tim Pirschel vom Zeltlager erfahren hatte. "Seitdem bin ich jedes Jahr dabei", erzählt der 22-jährige Zimmermann und Student für Holztechnik, der das Zeltlager seit 2015 leitet. "Die Gruppenleiter bringen drei Wochen Urlaub ein. Aber sie haben Spaß und bekommen ungeheuer viel zurück." Die Saalhoffer schlagen ihre Zeltlager immer im Sommer in einem Umkreis auf, der zwischen 50 und 100 Kilometer entfernt liegt.

Diesmal, beim 37. Mal, campen sie auf einer Wiese bei Emmerich, nachdem sie in den vergangenen Jahren unter anderem in Dorsten, Bedburg-Hau oder Euskirchen ihre Zelte aufgeschlagen hatten. "Die Plätze sind in einer Stunde zu erreichen", sagt Maximilian Pirschel. "So können Gruppenleiter schon einmal wechseln." Elf davon fahren mit, um zweieinhalb Wochen 70 Mädchen und Jungen zu betreuen, die zwischen acht und 16 Jahre alt sind. Diesmal starteten sie am Montag letzter Woche um am Donnerstag, 24. August, zurückzukehren. Sie kommen längst nicht mehr nur aus Kamp-Lintfort, sondern auch aus Alpen und Rheinberg, Neukirchen-Vluyn und Moers.

Während dieser Zeit können sich die Teilnehmer richtig austoben, beispielsweise bei einer Wasserolympiade oder bei einer Stadtrallye durch Emmerich, beim Schwimmen und Rutschen im Freizeitbad Gochness bei Goch oder beim Spielen im Kernwasserwunderland bei Kalkar. "Jeden Tag haben wir Programm", erzählt Maximilian Pirschel. Dazu gehört das gemeinsame Essen, bei dem die mitteleuropäische Küche dominiert, zum Beispiel Broccoli mit Salzkartoffeln und Kasseler, Blumenkohl mit Salzkartoffeln und Frikadellen oder gemischter Salat und Spaghetti Bolognese. "Wir kochen immer frisch und vollwertig", berichtet Küchenchef Johannes Kühne. "Jeden Tag gibt es etwas anderes." Die Kinder haben das Geschirr nach dem Essen zu spülen. Schließlich ist es für sie ein richtiger Campingurlaub.

"Wir haben für alles große Zelte aufgebaut, zum Beispiel zum Schlafen, zum Waschen und zum Kochen", sagt Maximilian Pirschel. "Zwei Tage bevor das Zeltlager beginnt, bauen die Gruppenleiter es auf." Nur die Toilette befindet sich fest auf einem Wagen. Am letzten Samstag konnten sich die Eltern ab 17 Uhr ansehen, wie ihre Kinder im Zeltlager ihren Urlaub verbringen und ob sie die 250 Euro gut angelegt haben, die sie dafür inklusive Verpflegung und Eintritt bezahlen. "Beim Besuchstag wird gegrillt", erzählt der Leiter. "Dann sitzen wir beim Lagerfeuer zusammen. Den Kindern gefällt das Zeltlager. Viele kommen Jahr für Jahr wieder." So denken die Gruppenleiter bereits über das nächste Jahr nach. "Zuerst wählen wir aus, wohin wir fahren", sagt er. "Dann klingeln wir dort bei einem Bauern und fragen nach. So bekommen wir einen Landwirt empfohlen, der uns zelten lässt. Das hat diesmal bei Sebastian van Haag, einem Milchbauern in Emmerich, funktioniert. Wohin wir 2018 fahren, steht noch nicht fest."

Quelle: RP
 
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