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Kamp-Lintfort
Firma schafft 400 Jobs auf Logport IV

Kamp-Lintfort: Firma schafft 400 Jobs auf Logport IV
Auf der Fläche oben links in unserem Luftbild, direkt grenzend an die Altsiedlung, soll der Bau der Logistikhalle erfolgen. FOTO: Stoffel, Grafik: Chal-Tec
Kamp-Lintfort. Die Düsseldorfer Habacker Holding baut für die Firma Chal-Tec an der Norddeutschlandstraße ein Logistik-Zentrum . Von Anja Katzke

Die zweite Ansiedlung auf Logport IV ist unter Dach und Fach: Die Düsseldorfer Habacker Holding wird als Bauherrin auf einer Fläche von 100.000 Quadratmetern für die Firma Chal-Tec den Neubau eines Logistik-Zentrums auf der ehemaligen Kohlenlagerfläche des Bergwerks West realisieren. Das teilte die Stadt Kamp-Lintfort gestern mit. "Wir gehen davon aus, dass mit dem Betriebsbeginn Mitte 2017 zu rechnen ist", sagte Wirtschaftsförderer Dieter Tenhaeff gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Bis Ende 2018 sollen dort bis zu 400 Arbeitsplätze im Zwei-Schicht-System entstehen. Laut Dieter Tenhaeff handelt es sich vor allem um Jobs in den Bereichen Distribution und Logistik. Das Baustellenschild ist bereits aufgestellt. Anfang Oktober hatte die Stadt Kamp-Lintfort die Baugenehmigung für das Vorhaben erteilt. Seit Mitte Oktober laufen die Bauarbeiten.

Das Unternehmen Habacker aus Düsseldorf plant, entwickelt, baut und managt laut Kamp-Lintforter Stadtverwaltung Logistik- und Industrieimmobilien. Die Chal-Tec GmbH aus Berlin werde das Objekt mieten. Wie der Wirtschaftsförderer mitteilte, ist das Unternehmen im Bereich der so genannten weißen Waren tätig. Es entwickele und vertreibe 13 Eigenmarken aus den Bereichen Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Sportgeräte und auch Veranstaltungstechnik in insgesamt 18 europäischen Ländern. Bürgermeister Christoph Landscheidt freute sich über den erneuten Ansiedlungserfolg. "Es zeigt, dass wir mit der Zukunftsbranche Logistik auf das richtige Pferd setzen." Erich Staake, Duisport-Vorstandsvorsitzender erklärte: "Die Logport-Erfolgsstory setzt sich auch in Kamp-Lintfort fort. Wir schaffen Neues. Das ist erfolgreicher Strukturwandel." Aktuell laufen für die verbleibende Fläche von rund 40.000 Quadratmetern bereits konkrete Verhandlungen mit einem weiteren Investor. Dieter Tenhaeff hofft, dass sich dort noch ein produzierendes Unternehmen ansiedelt. Die Steinhoff-Gruppe, die sich als erstes Unternehmen für eine Ansiedlung auf Logport IV entschieden hatte, hat laut Wirtschaftsförderer bereits mit den Bauarbeiten auf der ehemaligen Kohlenlagerfläche begonnen. Hier sind die Verträge bereits seit April unter Dach und Fach. Der südafrikanische Handelskonzern, der sich mit seiner Tochtergesellschaft Global Warehouse ansiedeln wird, errichtet ein 55.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum für die deutschlandweite Distribution und Lagerung von Möbeln und Einrichtungswaren. Dem Unternehmen steht in Kamp-Lintfort eine Fläche von insgesamt 108.000 Quadratmetern zur Verfügung. Das Logistikzentrum soll insbesondere auch dem Ausbau der E-Commerce-Aktivitäten der Steinhoff-Gruppe dienen. Die Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2017 geplant. Im April dieses Jahres hieß es, dass durch die Ansiedlung mittelfristig 200 Arbeitsplätze in Kamp-Lintfort geschaffen würden.

Für die Vermarktung der Logistikfläche ist die Logport Ruhr verantwortlich. Sie ist ein Joint Venture der Duisburger Hafen AG und der RAG Montan Immobilien. Logport Ruhr wird in der Entwicklung der 25 Hektar großen Logistikfläche an der Norddeutschlandstraße durch die wir4-Wirtschaftsförderung, einem Zusammenschluss der Städte Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg, unterstützt. Im Oktober sind darüber hinaus die Bauarbeiten gestartet, um Logport IV an das regionale und überregionale Straßennetz anzubinden.

Quelle: RP
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