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Kamp-Lintfort
Flüchtlingsunterkunft: Hoher Sanierungsbedarf in Altbauten

Kamp-Lintfort. In den Altbauten der Flüchtlingsunterkunft an der Friedrichstraße muss deutlich mehr getan werden, als die Stadtverwaltung noch vor anderthalb Jahren erwartet hatte. Bereits zweimal musste dieses Jahr finanziell nachjustiert werden. Zuletzt war der Hauptausschuss am Dienstag mit der Problematik befasst. Er genehmigte zusätzliche 80.000 Euro, die überplanmäßig für die Einrichtung des Altbestandes an der Friedrichstraße benötigt werden. Das vorhandene Mobiliar in den 28 Wohneinheiten ist nicht mehr nutzbar.

Bereits die Sanierung der Bestandsgebäude hatte deutlich mehr Mittel erfordert als geplant. Im Februar 2016 war die Verwaltung aufgrund erster Untersuchungen noch davon ausgegangen, dass die Sanierung der acht Wohnblocks etwa 100.000 Euro kosten würde. Anderthalb Jahr später wurde dann ersichtlich, dass die 20 Jahre alten Gebäuden fast nicht mehr bewohnbar sind. Es mussten mehr Außentüren und Fenster in den Wohnbereichen ausgetauscht werden. Auch eine Bodensanierung wegen Ungezieferbefalls erwies sich als unerlässlich. "Nach dem Auszug der Bewohner wurde festgestellt, dass einige der Wohnungen intensiver genutzt worden waren", erläuterte Sozialdezernent Christoph Müllmann gestern auf RP-Anfrage. Die Mehrkosten für die Sanierung beliefen sich auf 135.000 Euro zusätzlich. Mit dem Auszug der dort wohnenden Asylbewerber wurde auch festgestellt, dass das Inventar ebenfalls gravierende Mängel aufwies. Die Stadtverwaltung will jetzt die Küchen einschließlich Kühlschränke, Kochherde und Waschmaschinen neu einrichten. Außerdem will sie Spinde und TV-Geräte anschaffen. Die Kosten belaufen sich auf 80.000 Euro.

(aka)
 
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